
Buchmarkt: Junge Menschen verlieren Interesse am Lesen
Buchhandel in der Krise Junge Menschen verlieren Interesse am Lesen Phänomene wie »Booktok« sind in aller Munde, doch tatsächlich geht es dem Buchhandel schlecht. Nun melden die Verlage, dass die Verkaufszahlen bei...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Buchhandel in der Krise Junge Menschen verlieren Interesse am Lesen Phänomene wie »Booktok« sind in aller Munde, doch tatsächlich geht es dem Buchhandel schlecht. Nun melden die Verlage, dass die Verkaufszahlen bei jungen Menschen signifikant gesunken sind. Sie sehen auch politische Gründe.
46 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Junge Menschen bei einer Leseveranstaltung in einer Darmstädter Buchhandlung Foto: Hannes P Albert / dpa Der deutsche Buchhandel verzeichnet einen dramatischen Einbruch bei jungen Lesern.
Die Einzelheiten
Die Zahl der Jungen und Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren, die sich ein Buch kauften, ging 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 30,6 Prozent zurück. Die Ausgaben in dieser Altersgruppe sanken außerdem um 23,8 Prozent, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt berichtete. »Jahrzehntelange Versäumnisse in der Bildungspolitik haben zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Lesekompetenz geführt – das Ergebnis lässt sich nun unmittelbar an den Marktzahlen ablesen«, sagte der Vorsteher des Börsenvereins, Sebastian Guggolz.
Die Zahlen müssten »ein Weckruf an die Politik« sein. Lesefähigkeit sei eine Voraussetzung demokratischer Mitgestaltung. Der sich immer weiter verschlechternde Zustand der Lesekompetenz in Deutschland schlage sich mit den aktuellen Zahlen erstmalig deutlich in den Buchkäufen nieder.
Die Zahl aller Buchkäuferinnen und -käufer ging 2025 gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent zurück. Der Branchenumsatz insgesamt lag mit 9,62 Milliarden Euro um 2,7 Prozent unter dem von 2024, wie es im neuen Bericht »Buchmarkt kompakt 2025/2026« des Börsenvereins heißt. Weniger NeuerscheinungenDie Zahl der Erstauflagen war den Angaben zufolge erneut rückläufig.
Was Experten sagen
Im vergangenen Jahr erschienen 52. 644 neue Titel, das sind 9,8 Prozent weniger als 2024. Die Analyse des Börsenvereins lautet: »Zum einen planen Verlage in unsicheren Zeiten vorsichtiger.
Zum anderen sind Backlist-Titel, das heißt Bücher, deren Erscheinungstag beim Verkauf mehr als zwölf Monate zurücklag, inzwischen ein großer Umsatzbringer: Mehr als die Hälfte der 2025 verkauften Bücher, nämlich 57 Prozent, waren Backlist-Titel. « Mehr zum Thema Literaturagentin über Trends: »Teilweise ist es brutal, wie Bücher auf BookTok besprochen werden«Ein Interview von Laura Maginot 4 Min Zur Merkliste hinzufügen 4 Min Zur Merkliste hinzufügen Frankfurter Buchmesse: Zwischen Fomo und UntergangAus Frankfurt am Main berichtet Xaver von Cranach 4 Min Zur Merkliste hinzufügen 4 Min Zur Merkliste hinzufügen Die Kinderbuchreihe »Little People, Big Dreams« will selbst Dreijährige zu Genies machen. Wieso nur ist das so erfolgreich?
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