
Budapest Pride nach Orbán: Magyar verdankt der Pride seinen Aufstieg – und bleibt wieder fern
Budapest Pride nach Orbán : Magyar verdankt der Pride seinen Aufstieg – und bleibt wieder fern Von Alexander Haneke, Wien 27.06.2026, 08:04Lesezeit: 4 Min. Ziviler Ungehorsam gegen Orbán: Teilnehmer der verbotenen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Budapest Pride nach Orbán : Magyar verdankt der Pride seinen Aufstieg – und bleibt wieder fern Von Alexander Haneke, Wien 27. 2026, 08:04Lesezeit: 4 Min. Ziviler Ungehorsam gegen Orbán: Teilnehmer der verbotenen Budapest Pride am 28.
Juni 2025ReutersDas Verbot der Parade im letzten Jahr war der Anfang vom Ende der Ära Orbán. An diesem Wochenende kommen in Budapest wieder Zehntausende unter Regenbogenflaggen zusammen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wenn an diesem Samstag wieder Zehntausende in schrillen Kostümen mit Regenbogenflaggen und lauter Musik durch Budapest ziehen, wird die historische Bedeutung des Tages überall mitschwingen.
Die Einzelheiten
Nicht nur, dass die LGBTQ-Gemeinde nach dem Ende der 16 Jahren währenden Herrschaft von Viktor Orbáns Fidesz nun erstmals wieder ohne Angst vor staatlichen Schikanen für die Akzeptanz anderer Lebensweisen demonstrieren kann: Viele Ungarn sehen im Verbot der Budapest Pride im vergangenen Jahr inzwischen den Anfang des Endes der Ära Orbán. Und so schließt sich an diesem Wochenende der Kreis. Tatsächlich waren die Proteste gegen das Verbot der Parade im Juni 2025 ein Erweckungserlebnis für die bis dahin zerstrittene Opposition.
Orbán hatte sich mit seinem Kulturkampf zur Verteidigung traditioneller Werte gegen alles „Woke“ und „Progressive“ über Jahre zur Galionsfigur der europäischen Rechten aufgeschwungen und satte Wahlgewinne im konservativ geprägten Ungarn eingefahren. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Verbot wurde mit „Kinderschutz“ begründetIm Frühjahr 2025 ging Orbáns Fidesz noch einen Schritt weiter und verknüpfte das Versammlungsrecht mit dem umstrittenen „Kinderschutzgesetz“, das die Darstellung von gleichgeschlechtlicher Liebe in der Öffentlichkeit unter Strafe stellte.
Öffentliche Versammlungen konnten fortan unter Verweis auf den „Kinderschutz“ verboten werden, was die Polizei im Fall der Budapest Pride umgehend tat. Als der liberale Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony die Parade allerdings als kommunale Feier deklarierte, strömten trotz aller Drohungen der Regierung, Teilnehmer der „illegalen“ Versammlung zu verfolgen, Hunderttausende auf Budapests Straßen, unter ihnen viele, die sich bis dahin nicht weiter für die Rechte sexueller Minderheiten interessiert hatten. So wurde die Pride zur ersten Großdemonstration, auf der die Menschen die Wucht der Unzufriedenheit erkannten, die viele Ungarn nach damals schon 15 Jahren Fidesz-Herrschaft teilten.
Die Behörden wagten es anschließend nicht einmal, die zuvor angekündigten Strafverfahren gegen Teilnehmer weiterzubetreiben.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





