
Bundesjugendspiele: Länder planen offenbar eine Rolle rückwärts
Medienbericht Länder planen offenbar eine Rolle rückwärts bei den Bundesjugendspielen Der klassische Wettkampfmodus bei den Bundesjugendspielen soll wieder möglich werden. Darauf sollen sich die Länder geeinigt haben....
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Medienbericht Länder planen offenbar eine Rolle rückwärts bei den Bundesjugendspielen Der klassische Wettkampfmodus bei den Bundesjugendspielen soll wieder möglich werden. Darauf sollen sich die Länder geeinigt haben. Die CDU verkauft das als Erfolg.
30 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Schülerinnen und Schüler bei den Bundesjugendspielen Foto: Thomas Imo / photothek / IMAGO Die Bundesjugendspiele sind längst zur Identitätspolitik geworden: Es geht um eine Gesellschaft, die verlernt haben soll, nach Leistungsprinzipien zu handeln.
Die Einzelheiten
Die Union um Friedrich Merz machte den Vergleichswettbewerb 2025 zum Wahlkampfthema. Als er noch kein Kanzler war, versprach Merz, die Wettkämpfe »wieder einzuführen« zu wollen. Das war zwar missverständlich, weil sie nicht grundsätzlich abgeschafft wurden und Bundesjugendspiele ohnehin Ländersache sind.
Aber immerhin kann der krisengebeutelte Regierungschef jetzt einen Erfolg vorweisen. Wie die »Bild« berichtet , wollen die Bildungsminister der Länder die Bundesjugendspiele wieder leistungsorientierter machen. In einem Beschlusspapier, aus dem die Zeitung zitiert, heißt es, dass der klassische Wettkampfmodus wieder möglich sein soll.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte der »Bild«, dass sie sich persönlich dafür eingesetzt habe. »Besondere Leistung darf und muss anerkannt werden. « »Es gibt nur Gewinner«Eine einheitliche Regelung ist aber unwahrscheinlich.
Was Experten sagen
Die Bundesjugendspiele bleiben nämlich Sache der Länder und Schulen. Zumindest Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Jung (CDU) kündigte aber an, dass die Spiele ab Sommer 2027 nach klaren Regeln ablaufen sollen. Entscheidend sei: »Es gibt nur Gewinner – mit Urkunden in Gold, Silber und Bronze und mit landesweit verbindlichen Standards dafür«, sagte Jung dem SWR.
So plant das Ministerium in Stuttgart, dass Kinder im Bereich Leichtathletik ab der dritten Klasse wieder 50 Meter rennen, Weitsprung machen und Schlagball werfen müssen. Dafür sollen sie nach einem landesweiten System Punkte bekommen. Der Bereich Schwimmen sei noch zu klären, sagte ein Sprecher.
Mehr zum Thema Kitas und Schulen im Wahlkampf: Wie die Parteien das Bildungssystem umkrempeln wollen Von Silke Fokken Reform der Bundesjugendspiele: Deutschland, einig Kuschelland Eine Kolumne von Samira El Ouassil Die jährlich stattfindenden Bundesjugendspiele waren zum Schuljahr 2023/2024 in den Sportarten Leichtathletik und Schwimmen weniger leistungsorientiert umgestaltet worden. Damit sollten sie für alle Grundschulkinder bis zur vierten Klasse nur noch als Wettbewerb mit Fokus auf den Spaß am Sport ausgetragen werden. Bis dahin hatte ein stärkerer Leistungsgedanke bei dem Wettkampf gegolten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




