
Bundesnetzagentur: SMS-Nutzung bricht stark ein
Niedergang der SMS Kein Schwein simst mich an Wie passt eine Nachricht in 160 Zeichen? Für viele Bürger war das lange eine relevante Frage – und die SMS war ein Massenphänomen. Heute führt der Short Message Service nur...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Niedergang der SMS Kein Schwein simst mich an Wie passt eine Nachricht in 160 Zeichen? Für viele Bürger war das lange eine relevante Frage – und die SMS war ein Massenphänomen. Heute führt der Short Message Service nur noch ein Schattendasein.
08 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Nachrichten per SMS?
Die Einzelheiten
Smartphone-User landen immer öfter bei Messengerdiensten wie WhatsApp Foto: Wolf von Dewitz / dpa Die SMS war eine Revolution in der Kommunikation, das Verschicken einer Kurznachricht bekam sein eigenes Verb und einen Eintrag im Duden: simsen. Die technische Beschränkung auf 160 Zeichen schuf eine eigene Abkürzungskultur. Was konnte man noch weglassen, ohne dass eine Botschaft unverständlich wurde?
Zur Hochzeit der Sims-Begeisterung verschickten die Deutschen fast 60 Milliarden Kurznachrichten im Jahr. Doch seit die ersten Smartphones auf dem Markt erschienen, seit kostenlose Messenger- und Chatdienste wie WhatsApp, Threema, Signal oder Facebook Messenger zur Verfügung stehen, ist die Nutzung der SMS stark zurückgegangen. Wie die Bundesnetzagentur jetzt auf Anfrage mitteilte, hat sich der Niedergang der Kurznachricht noch einmal beschleunigt: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland gerade noch 2,9 Milliarden SMS verschickt.
Zwei SMS pro MonatDamit hat sich die Anzahl binnen eines Jahres fast halbiert, 2024 waren es den Angaben zufolge 5,2 Milliarden gewesen. Pro aktiver SIM-Karte waren es monatlich im Schnitt etwa zwei Kurznachrichten. Dabei hilft auch nicht, dass die einst relativ teuren Nachrichten inzwischen keine Zusatzkosten erzeugen, da sie in der Regel in den üblichen Flatrate-Tarifen enthalten sind.
Was Experten sagen
Allerdings fielen die SMS-Rückgänge für einige Zeit eher moderat aus: 2022 wurden laut Bundesnetzagentur 5,8 Milliarden SMS verschickt, 2023 5,3 Milliarden und 2024 5,2 Milliarden – es ging zwar nach unten, aber nicht besonders stark. Das hat sich nun geändert. Der besonders deutliche Rückgang im vergangenen Jahr dürfte auch daran gelegen haben, dass viele Banken und andere Firmen keine SMS mehr verschicken, damit sich ihre Kunden verifizieren können.
Stattdessen werden andere Sicherheitsmechanismen genutzt. Auch das Interesse am klassischen Festnetz schwindetVodafone bestätigte die Entwicklung, auch im Vodafone-Netz sackte die Anzahl der SMS deutlich ab. »Die SMS verliert an Bedeutung: Wir chatten längst über WhatsApp und Co.
– vor allem die Jüngeren«, sagt Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot. »Und auch Banken und Onlinedienste steigen immer öfter auf Apps und moderne Sicherheitsverfahren um. Das Ergebnis ist ein deutliches Datenwachstum im Netz und immer weniger SMS.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




