
Bundesnetzagentur: Solaranlagenbesitzer sollen bald höheren Strompreis zahlen
Vorstoß der Bundesnetzagentur Solaranlagenbesitzer sollen bald höheren Grundpreis zahlen Betreiber von Solaranlagen sollen nach dem Willen der Bundesnetzagentur künftig stärker an den Kosten für die Stromnetze beteiligt...
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Vorstoß der Bundesnetzagentur Solaranlagenbesitzer sollen bald höheren Grundpreis zahlen Betreiber von Solaranlagen sollen nach dem Willen der Bundesnetzagentur künftig stärker an den Kosten für die Stromnetze beteiligt werden. Der Branchenverband übt harsche Kritik – und sieht den Ausbau in Gefahr. 41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Einfamilienhäuser mit Solaranlagen in Essen Foto: Robert Poorten / imageBROKER / picture alliance Die Solarbranche stemmt sich gegen die jüngsten Pläne der Bundesnetzagentur, mit denen die milliardenschweren Kosten für die deutschen Stromnetze ab 2029 neu verteilt werden sollen. Die Pläne sehen vor, dass Betreiber von Solaranlagen stärker zur Finanzierung herangezogen werden sollen – darunter auch kleine Betreiber mit Anlagen auf dem Hausdach.
Die Einzelheiten
Die diese Woche veröffentlichten Pläne könnten den Ausbau der Photovoltaik (PV) deutlich bremsen, heißt es in einer Mitteilung des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Er verlangt Nachbesserungen. Für typische Selbstnutzer von Solarstrom im Heimsegment könnte demnach der Grundpreis auf bis zu 150 Euro im Jahr steigen.
Dies stelle eine Belastung der Solaranlagenbesitzer dar. Laut Netzagentur soll die Mehrbelastung unter 100 Euro pro Jahr liegen, Steckersolargeräte wie Balkon-Kraftwerke sollen ausgenommen werden. Netzagentur-Chef spricht von »Gebot der Fairness«»Wer seinen Strom selbst erzeugt, trägt bisher weniger zur Finanzierung des Netzes bei«, argumentierte vergangene Woche Behördenchef Klaus Müller.
Auch die Betreiber dieser Anlagen würden sich aber auf das Netz verlassen, wenn die Sonne nicht scheine und der Speicher leer sei. »Wir wollen Stromerzeuger deswegen ein wenig stärker an den Kosten beteiligen. Das ist ein Gebot der Fairness.
« Laut BSW-Solar sind die Kosten für Betreiber von Solaranlagen bereits durch andere regulatorische Vorgaben gestiegen – etwa durch eine verpflichtende Beteiligung an den Kosten intelligenter Messsysteme und den Wegfall einer Vergütung zu Zeiten negativer Strompreise. Das Bundeswirtschaftsministerium erwägt zudem, die Einspeisevergütung für neue Solarstromanlagen ab 2027 weiter zu reduzieren oder ganz abzuschaffen. Mehr zum Thema Gesetzentwurf: Reiche plant massive Einschnitte für kleine Solaranlagen Von Stefan Schultz Schnellere Energiewende: Die Neuerfindung der Netze Von Stefan Schultz Stundenlang negative Preise: Das passiert, wenn Deutschland Strom ans Ausland verschenkt Von Benedikt Müller-Arnold Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, sagte, die Maßnahmen besäßen in Summe »das Potenzial, den dringend benötigten Ausbau der Solarenergie in Deutschland massiv auszubremsen«.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





