
Bundesverfassungsgericht: Studie untersucht NS-Vergangenheit von Richtern
Ex-Nazis in Karlsruhe Was die ersten Verfassungsrichter lieber verschwiegen Das Bundesverfassungsgericht galt lange als weitgehend unbelastet von der NS-Vergangenheit. Eine neue Studie schaut jetzt genauer hin. Von...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Ex-Nazis in Karlsruhe Was die ersten Verfassungsrichter lieber verschwiegen Das Bundesverfassungsgericht galt lange als weitgehend unbelastet von der NS-Vergangenheit. Eine neue Studie schaut jetzt genauer hin. Von Markus Verbeet 22.
09 Uhr aus DER SPIEGEL 22/2026 Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Richterschaft des Bundesverfassungsgerichts im Badischen Staatstheater Karlsruhe 1951: Viele Männer, eine Frau Foto: Gill / AP Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Juni 1952 richtet das Bundesverfassungsgericht über sich selbst. Genauer: Die übrigen Richter entscheiden über den Rauswurf eines Kollegen.
Darf Conrad Roediger weiter dazugehören? Roediger hatte lange als Diplomat gearbeitet, war schon in Versailles nach dem Ende des Ersten Weltkriegs dabei. Im Zweiten Weltkrieg wirkte er in der Rechtsabteilung des Auswärtigen Amts.
Ende 1941 wog er ab, wie Juden aus dem Ausland am besten zu deportieren seien – durch Verträge des Deutschen Reichs mit einzelnen Staaten oder per »Kollektivvertrag«. DER SPIEGEL 22/2026 Urlaub in der KriseDer Irankrieg macht Fernreisen unsicher und erhöht die Treibstoffkosten. Günstig in die Ferien: Geht das in diesem Sommer noch?
Was Experten sagen
Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL. Zur Ausgabe Juristische Hilfe für den Holocaust, so kann man das sehen, auch wenn Roediger beteuert: Er habe die Außenpolitik der Nazis behindern wollen, deshalb gegen den favorisierten Kollektivvertrag argumentiert. Seit Monaten schwelt die Causa.
Der Gerichtspräsident duckt sich zunächst, doch der Bundesjustizminister und einflussreiche Bundestagsabgeordnete schalten sich ein, der Druck wächst. Also werden die 23 Richter und die eine Richterin an jenem Tag in Karlsruhe zusammengerufen. Roediger könnte nach dem Bundesverfassungsgerichtsgesetz entlassen werden, wegen »grober Pflichtverletzung«.
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