
Burkina Faso bricht diplomatische Beziehungen zu Frankreich ab
Ex-Kolonialmacht Burkina Faso bricht diplomatische Beziehungen zu Frankreich ab Die Militärjunta in Ouagadougou wirft Frankreich »neokoloniale Ambitionen« vor. Die Folge: Das Ende der diplomatischen Zusammenarbeit. Das...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Ex-Kolonialmacht Burkina Faso bricht diplomatische Beziehungen zu Frankreich ab Die Militärjunta in Ouagadougou wirft Frankreich »neokoloniale Ambitionen« vor. Die Folge: Das Ende der diplomatischen Zusammenarbeit. Das Außenministerium in Paris bezeichnet den Schritt als »feindselig«.
12 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Hat sich in Burkina Faso an die Macht geputscht: Ibrahim Traoré Foto: Olympia de Maismont / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Nach Jahren angespannter Beziehungen: Burkina Faso hat die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich abgebrochen. In einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung der Militärjunta warf diese der einstigen Kolonialmacht »unablässigen Aktivismus« gegen die Interessen Burkina Fasos und »neokoloniale Ambitionen« vor, die sich in der »aktiven Unterstützung für subversive Netzwerke und die Terroristen« zeigten, »die unser Land und die Sahelzone in Trauer stürzen«. Die Junta betonte in ihrer Erklärung, die Entscheidung betreffe »ausschließlich den institutionellen Rahmen der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten«.
Die »historischen, menschlichen, kulturellen und sozialen Verbindungen« zwischen den Menschen in Burkina Faso und Frankreich würden dadurch nicht in Frage gestellt. Zugleich versicherte die Regierung, sie werde den Schutz ausländischer Staatsangehöriger gewährleisten. Nach Angaben des französischen Außenministeriums sind mehr als 2000 Franzosen im Konsularregister in Burkina Faso eingetragen.
Was Experten sagen
Mehr als 6000 burkinische Staatsangehörige leben demnach in Frankreich. Mehr zum Thema Burkina Fasos Präsident Ibrahim Traoré: Der Pop-Putschist Aus Burkina Faso berichtet Muriel Kalisch Das französische Außenministerium bezeichnete den Schritt der Militärführung in Ouagadougou als »feindselige und unbegründete« Entscheidung. Diese stehe für die »besorgniserregende Entwicklung« der Behörden in Burkina Faso, erklärte das französische Außenministerium.
Die gebotenen »Gegenmaßnahmen« würden derzeit geprüft. Burkina Faso wird wie mehrere westafrikanische Länder seit Jahren von tödlicher Gewalt durch Dschihadistengruppen erschüttert, die mit dem islamistischen Terrornetzwerk Al-Qaida und der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) in Verbindung stehen. Seit dem Putsch von Hauptmann Ibrahim Traoré im September 2022 haben sich die Beziehungen zwischen Ouagadougou und Paris immer weiter verschlechtert.
Burkina Faso hatte bereits 2023 die Abberufung des französischen Botschafters Luc Hallade verlangt, ein Militärabkommen mit Paris aufgekündigt und den Abzug der französischen Armee erreicht, die lange im Kampf gegen Dschihadisten eingesetzt gewesen war.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





