
Carlo Petrini ist tot: Begründer der »Slow Food«-Genussbewegung
Internationale Genussbewegung »Slow Food«-Gründer Carlo Petrini ist tot Ein Kommunist, der gutes Essen schätzt: Als Gastro-Kolumnist und Vereinsgründer kämpfte Carlo Petrini um Genuss für alle. Seine »Slow Food«-Idee...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Internationale Genussbewegung »Slow Food«-Gründer Carlo Petrini ist tot Ein Kommunist, der gutes Essen schätzt: Als Gastro-Kolumnist und Vereinsgründer kämpfte Carlo Petrini um Genuss für alle. Seine »Slow Food«-Idee wirkte weltweit. Nun ist der Aktivist gestorben, er wurde 76 Jahre alt.
39 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Publizist und Soziologe Petrini: Qualität und Lokalbezug Foto: Tom Pilston / The Independent / IMAGO Es begann mit einem Protest gegen eine McDonald's-Filiale in Rom, daraus wurde ein weltweites Netzwerk für gute Ernährung: Der Gründer der Genussbewegung »Slow Food«, Carlo Petrini, ist im Alter von 76 Jahren gestorben.
Die Einzelheiten
Der Italiener starb am Donnerstagabend nach langer Krankheit in seiner Heimatstadt Bra, einer 30. 000-Einwohner-Gemeinde in der norditalienischen Region Piemont, wie die Organisation mitteilte . Petrini hatte den Verein Slow Food (Langsam Essen) Mitte der Achtzigerjahre mit dem Ziel gegründet, ein »Recht auf Genuss« sowie auf gute, saubere und faire Lebensmittel für alle zu fördern.
Inzwischen ist die Bewegung in zahlreichen Ländern vertreten, auch in Deutschland . Sie versteht sich ausdrücklich als Gegenmodell zum sogenannten Fast Food, dem schnellen Essen, aus den USA. Die Bewegung lebt von lokalen Gruppen, die Kochkurse, Verkostungen und Besuche bei Herstellern organisieren.
Bild vergrößern Petrini beim Markt des guten Geschmacks in Stuttgart: »Buono, pulito e giusto« Foto: Lichtgut / IMAGO Petrini – oder »Carlin», wie ihn die meisten nannten – wurde 1949 in Bra geboren. Er arbeitete nach einem abgebrochenen Studium als Gastronom, Journalist und Schriftsteller. Aufsehen erregte er in den Siebzigerjahren als Gastro-Kolumnist der kommunistischen Tageszeitung »Il Manifesto«: »Ein Kommunist, der über gutes Essen schreibt!
Was Experten sagen
Es hieß ja damals immer, wir fressen kleine Kinder. «Im Juli 1986 hob er als Verfechter eines nachhaltigen und gerechten Ernährungssystems in seiner Heimat die Initiative Agricola aus der Taufe, aus der dann Slow Food Italia wurde. Anlass war, dass der US-Konzern McDonald's eine Filiale an der Piazza Navona eröffnen wollte, einem der bekanntesten Plätze der italienischen Hauptstadt.
Zusammen mit Freunden aus dem Piemont – die Gruppe nannte sich nach dem dortigen gleichnamigen Wein »Freunde des Barolo« – organisierte Petrini ein großes Essen an der Spanischen Treppe in Rom. Daraus wurde dann Slow Food. Bild vergrößern Genussaktivist Petrini: Weltweite Wirkung Foto: Tom Pilston / The Independent / IMAGO Als Maßstab nannte er drei Begriffe: »Buono, pulito e giusto.
« (Gut, sauber und fair. ) Das Logo von Slow Food ist eine Weinbergschnecke als Symbol der Langsamkeit.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




