
Carsten Schneider: Umweltminister geht vor Rügen tauchen
Umweltminister im Einsatz Carsten Schneider geht ins Wasser Umweltminister Schneider war vor Rügen tauchen, um sich die Verschmutzung der Ostsee anzusehen. Damit setzt er eine lange deutsche Tradition fort: die von...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Umweltminister im Einsatz Carsten Schneider geht ins Wasser Umweltminister Schneider war vor Rügen tauchen, um sich die Verschmutzung der Ostsee anzusehen. Damit setzt er eine lange deutsche Tradition fort: die von Umweltministern, die vor Kameras ins Wasser steigen. 32 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Umweltminister Carsten Schneider beim Tauchgang vor Rügen: »Fisch war nicht viel« Foto: Stefan Sauer / dpa Für Klaus Töpfer endete der Ausflug in den Rhein mit »Augen gerötet wie Lackmuspapier im sauren Regen«. So jedenfalls spottete der SPIEGEL im Jahr 1988 über eine Aktion des damaligen Bundesumweltministers.
Die Einzelheiten
Indem der CDU-Politiker den Fluss durchschwamm, wollte er der Öffentlichkeit demonstrieren, wie sich die Wasserqualität verbessert habe. Außerdem, so gestand Töpfer freimütig ein, habe er eine Wette verloren. Sein Fazit nach 350 Metern Schwimmen in Kraul- und Rückenlage: »So etwas mache ich nie mehr.
« Bild vergrößern Umweltminister Klaus Töpfer im Rhein 1988 Foto: AP Wollte Töpfer mit seiner Aktion noch demonstrieren, wie sehr sich Dinge verbessert haben, ging es einem seiner Nachfolger jetzt um genau das Gegenteil: Carsten Schneider, 50, nutzte einen Tauchgang vor Rügen, um auf die Folgen von Erderhitzung und Meeresverschmutzung hinzuweisen. Bild vergrößern Minister Scheider (r. ) vor Rügen Foto: Stefan Sauer / dpa Mit an die Oberfläche brachte der SPD-Politiker bei seiner Rückkehr ein sogenanntes Geisternetz – also eines jener herrenlos durchs Meer treibenden Netze, die Meeresbewohner gefährden und durch Mikroplastik für Verschmutzung sorgen, wenn sie sich zersetzen.
Schneider beklagte zudem einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa zufolge, dass die Ostsee einem Übermaß an Nährstoffen ausgesetzt sei und betonte die Notwendigkeit, deren Eintrag zu verringern. Sein Fazit: »Fisch war nicht viel. « Ob Schneider sich mit seinem Gang ins Wasser bewusst in die Tradition Töpfers gestellt hat?
Was Experten sagen
Möglicherweise eifert er auch einem weiteren deutschen Umweltminister nach: Erst wenige Monate ist es her, dass der in Mecklenburg-Vorpommern Ressortverantwortliche Till Backhaus (SPD), 67, öffentlich ins Wasser ging – und zwar wie Schneider in das der Ostsee. Bild vergrößern Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus nahe dem vor Wismar gestrandeten Buckelwal (am 26. April) Foto: Jens Büttner / dpa Backhaus hatte allerdings seine ganz eigene Mission: Sein Ziel war es, einem gestrandeten Buckelwal einen Eimer Wasser über den Körper zu gießen.
Dem Minister gelang dies. »Es war mir wichtig, nah beim Wal zu sein. Man nimmt ihn ganz anders wahr als aus großer Entfernung.
« So unterschiedlich die Ziele der drei auch waren: Wasser, so scheint es, braucht ein echter Umweltminister zum Leben. Nur Fisch war nicht viel.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





