
Celle: Fußballverband sperrt Kreisliga-Fußballer wegen pornografischem Deepfake-Video
Gegenspieler im Internet erniedrigt Fußballverband sperrt Kreisliga-Fußballer wegen pornografischen Deepfake-Videos Ein Kreisliga-Fußballer zeigte auf Instagram ein Deepfake-Video von Konkurrenten als »pornografische...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Gegenspieler im Internet erniedrigt Fußballverband sperrt Kreisliga-Fußballer wegen pornografischen Deepfake-Videos Ein Kreisliga-Fußballer zeigte auf Instagram ein Deepfake-Video von Konkurrenten als »pornografische Darstellung«. Das hat nun Konsequenzen. 13 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Fußball (Symbolbild) Foto: Svetlana Lazhko / Zoonar / IMAGO In einem Kreisklasse-Skandal um ein pornografisches Deepfake-Video hat der zuständige Kreisfußballverband in Niedersachsen ein Urteil gefällt. Weil er zwei Gegenspieler eines anderen Clubs in einem Instagram-Video erniedrigt hat, ist ein Amateurfußballer aus dem Landkreis Celle für ein halbes Jahr gesperrt worden.
Die Einzelheiten
Das Sportgericht des Kreisfußballverbands wertete ein 20 Sekunden langes Deepfake-Video als »pornografische Darstellung«. Das berichtet die »Cellesche Zeitung« . Im April trafen die Nachbarclubs FG Wohlde und TuS Unterlüß in der 2.
Kreisklasse aufeinander (8:2). Nach der Partie lud der Wohlder Spieler auf seinem Instagram-Account ein von ihm bearbeitetes und mittlerweile wieder gelöschtes Video hoch. Darauf zu sehen waren zwei auf dem Boden kniende Spieler aus Unterlüß sowie eine Comicfigur, die sexuelle Handlungen andeutete.
Gegenspieler fühlen sich gedemütigt»Wir fühlen uns erniedrigt und gedemütigt«, sagte einer der beiden Fußballer der »Celleschen Zeitung«. Der Wohlder Spieler entgegnete in seiner schriftlichen Stellungnahme für das Sportgericht, dass er »die gegnerischen Spieler nicht markiert habe, dass diese nur unscharf zu erkennen seien und er das Video auf seinem privaten, nicht öffentlichen Kanal eingestellt habe«. Er wolle sich aber »bei jedem aufrichtig entschuldigen, für den Fall, dass sich eine jegliche Person durch das Video persönlich angegriffen fühlt«.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Tipps gegen Gewalt im Netz: Wie Sie sich gegen Porno-Deepfakes und digitalen Missbrauch wehren Von Angela Gruber und Max Hoppenstedt Heinrichs Beratungsangebote & Tipps: Das hilft, wenn intime Bilder im Netz landen Von Max Hoppenstedt Heinrichs und Juliane Löffler In der Urteilsbegründung des Sportgerichts heißt es: »Der Vorfall stellt keineswegs ein Kavaliersdelikt oder einen harmlosen Scherz dar. « Gegen das Urteil kann die FG Wohlde noch Einspruch einlegen. Zudem sind zwei von sechs Monaten Sperre zur Bewährung ausgesetzt.
Zu den Auflagen gehört, dass der 23 Jahre alte Spieler der FG Wohlde sich auch noch einmal »persönlich und öffentlichkeitswirksam« bei den beiden anderen Fußballern entschuldigt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





