
ChatGPT: Kann KI für einen Mord verantwortlich gemacht werden?
Bild vergrößern OpenAI: »Wäre ChatGPT eine Person, würde sie wegen Mordes angeklagt werden« (Symbolbild) Foto: Moor Studio / Getty Images Chatbots als Komplizen Morden mit ChatGPT Ein Mann erschießt zwei Menschen und...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Bild vergrößern OpenAI: »Wäre ChatGPT eine Person, würde sie wegen Mordes angeklagt werden« (Symbolbild) Foto: Moor Studio / Getty Images Chatbots als Komplizen Morden mit ChatGPT Ein Mann erschießt zwei Menschen und lässt sich zuvor von der KI beraten. Ein anderer ersticht eine Frau und schreibt ChatGPT vorab: »Ich stelle mir vor, zu töten. « Die Betreiber schlagen keinen Alarm.
Sind sie mitschuldig? Von Annika Schultz und Nadine Wolter 25. 17 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X.
Die Einzelheiten
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Es war um die Mittagszeit, als ein Mann am 17. April 2025 auf dem Campus der Florida State University begann, auf Menschen zu schießen. Sechs wurden verletzt.
Der 20-jährige mutmaßliche Schütze hat zwar allein gehandelt. Trotzdem soll er einen Helfer gehabt haben: ChatGPT. Der KI-Chatbot soll den Mann darin bestärkt haben, sein Vorhaben durchzuziehen.
Was Experten sagen
Und ihm sogar wichtige Informationen geliefert haben. KI-Chatbots sind Alltagshelfer für viele Menschen geworden, sie befragen sie zu Kochrezepten, Urlaubsplänen, Beziehungen – aber, so scheint es, auch dazu, wie sie einen Mord begehen können. Schon lange ist es möglich, dass Menschen Informationen zu Straftaten im Internet zusammensuchen.
Durch Chatbots bekommen sie nun womöglich teils passgenaue Anleitungen. Es ist ein neues Rechtsfeld, das die Frage aufwirft: Inwieweit ist der Betreiber mitverantwortlich, wenn eine Person mithilfe von KI-Chatbots tötet? Die Diskussionen darüber, ob auch KI-Unternehmen »schuldig«, »unschuldig« oder »mitschuldig« sind, werden an Fahrt gewinnen.
»Wäre ChatGPT eine Person, würde sie wegen Mordes angeklagt werden«, sagte Floridas Generalstaatsanwalt im April 2026 über die Schießerei an der Florida State University. Mehrere Staatsanwälte hätten den Austausch zwischen dem Tatverdächtigen und dem OpenAI-Chatbot ChatGPT überprüft. Danach leitete die Generalstaatsanwalt eine strafrechtliche Untersuchung gegen OpenAI und dessen KI-Chatbot ein.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





