
China: Blogger berichtet, wie ein Überwachungstool ihn selbst erfasste
Blogger entdeckt Überwachungstool »In China ist jeder verdächtig, ein subversives Element zu sein« Der Blogger Marc Hofer entdeckte zuerst ein unbekanntes chinesisches Überwachungstool – und dann sein eigenes Passfoto...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Blogger entdeckt Überwachungstool »In China ist jeder verdächtig, ein subversives Element zu sein« Der Blogger Marc Hofer entdeckte zuerst ein unbekanntes chinesisches Überwachungstool – und dann sein eigenes Passfoto darin. Hier berichtet er über die Fähigkeiten des Programms und darüber, wie es sich anfühlt, selbst zum Ziel zu werden. Von Christoph Giesen und Marcel Rosenbach 23.
19 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Überwachungskameras in China: »Man wird ständig überwacht« Foto: Kevin Frayer / Getty Images Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
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War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten SPIEGEL: Herr Hofer, Sie haben eine chinesische Polizeiplattform entdeckt, mit der Ausländer überwacht werden sollen.
Was ist das für ein System? Marc Hofer: Der offizielle Titel lautet: »dynamische Kontrollplattform für ausländische Personen«. Das System stammt aus der Präfektur Zhangjiakou, die sich etwa 160 Kilometer nordwestlich von Peking befindet, dort fanden auch Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2022 statt.
Was Experten sagen
Es handelt sich dabei um eine Überwachungssoftware, mit der die Bewegung von Ausländern anhand behördlicher Daten, Kamerabildern und Bewegungsinformationen verfolgt werden können. Ich konnte über einen längeren Zeitraum beobachten, dass die Software offenbar regelmäßig weiterentwickelt wird. Ich habe alle paar Tage nachgesehen, irgendwann tauchten plötzlich neue Menüpunkte und Funktionen auf, so kann man jetzt etwa die Beziehungen zwischen verschiedenen überwachten Personen abfragen und visualisieren.
Zur Person Foto: Privat Marc Hofer, 46, stammt aus München und arbeitete sechs Jahre als Journalist in China. Seit Anfang 2025 lebt er in den Niederlanden. Er ist Mitgründer des Cybersicherheitsblogs NetAskari.
SPIEGEL: Was können die Verantwortlichen ansonsten damit überwachen? Hofer: Die Plattform führt Daten aus ganz verschiedenen Quellen zusammen: Etwa aus den in China sehr weitverbreiteten öffentlichen Überwachungskameras mit Gesichtserkennung, aber auch individuelle Reisedaten wie Hotelübernachtungen fließen ein. Das Ziel ist offenbar, möglichst genau zu erfassen, was Ausländer in Zhangjiakou tun: wo sie sich aktuell aufhalten, wohin sie gehen, mit wem sie sich treffen, wo sie wohnen, für wen sie arbeiten.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




