
China hat Tausende deutscher Patente übernommen
Technologietransfer China hat Tausende deutscher Patente übernommen Innovationen aus Deutschland wandern immer häufiger in chinesischen Besitz. Eine Auswertung zeigt, wie viele Erfindungen inzwischen in ausländischer...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Technologietransfer China hat Tausende deutscher Patente übernommen Innovationen aus Deutschland wandern immer häufiger in chinesischen Besitz. Eine Auswertung zeigt, wie viele Erfindungen inzwischen in ausländischer Hand sind. Vor allem ein Industriezweig ist betroffen.
29 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Kuka-Roboter beim Biereinschank auf der Hannover-Messe (im April 2016) Foto: Tobias Schwarz / China hat laut einer Studie in den vergangenen zwei Jahrzehnten Tausende in Deutschland entwickelte Patente übernommen.
Die Einzelheiten
Insgesamt seien es mehr als 11. 300, wie aus einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Noch um die Jahrtausendwende seien fast keine deutschen Patente in chinesischer Hand gewesen.
Insgesamt gehört demnach bereits fast jede dritte in Deutschland entwickelte Erfindung einem ausländischen Eigentümer. Knapp ein Drittel davon entfällt auf die USA, rund elf Prozent auf die Schweiz. Besonders hoch ist die Patentabwanderung im Maschinenbau.
Dort sei die Zahl der Patentanmeldungen von 3300 im Jahr 2000 auf 4300 im Jahr 2022 gestiegen. »Doch ausgerechnet hier greift China mit am stärksten zu«, heißt es in der Auswertung. Prominentestes Beispiel sei der Augsburger Industrierobotikhersteller Kuka, den der chinesische Midea-Konzern 2016 übernommen hatte.
Was Experten sagen
»Auch deutsche Konzerne halten im Ausland Patente. Das gehört zum normalen Wettbewerb«, sagte IW-Experte Oliver Koppel. Allerdings lenke China Übernahmen im Westen geostrategisch, während der eigene Markt für ausländische Investoren durch Negativlisten, Sicherheitsüberprüfungen und Protektionismus weitgehend verschlossen bleibe.
»Das ist ein Ungleichgewicht«, sagte Koppel. Europa müsse genauer prüfen, wohin strategisch relevante Technologien abwandern. Mehr zum Thema Chinesischer Einfluss: Zank um deutsche Roboter eskaliert Von Martin Hesse und Gerald Traufetter Markt für Roboter: Men in Blech Von Philip Bethge und Marcel Rosenbach Von 2000 bis 2022 haben deutsche Erfinder der Studie zufolge mehr als 650.
000 transnationale Patente angemeldet, also Patente, die in mehreren Ländern geschützt sind und als international wichtige Innovationen gelten. 000 davon, ein Anteil von 29 Prozent, gehören inzwischen Eigentümern im Ausland. Weil Patentanmeldungen erst nach einer gesetzlichen Frist von 18 Monaten offengelegt werden, ist 2022 das jüngste Jahr, für das vollständige Daten vorliegen, teilte das IW mit.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





