
Chinas „Säuberungswelle“: Xi Jinping nimmt keine Rücksicht auf alte Freunde
Chinas „Säuberungswelle“ : Xi Jinping nimmt keine Rücksicht auf alte Freunde Von Jochen Stahnke, Peking 19.06.2026, 18:22Lesezeit: 4 Min. Kennen sich seit Kindheitstagen: Wang Qishan (links) nach seiner Wahl zum...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Chinas „Säuberungswelle“ : Xi Jinping nimmt keine Rücksicht auf alte Freunde Von Jochen Stahnke, Peking 19. 2026, 18:22Lesezeit: 4 Min. Kennen sich seit Kindheitstagen: Wang Qishan (links) nach seiner Wahl zum Vizepräsidenten 2018 neben Xi Jinping in der Großen Halle des VolkesAFPVor dem Parteitag 2027 schwächt der Machtapparat alte Netzwerke.
Das trifft auch die Verantwortlichen der Antikorruptionskampagne, die Xis Aufstieg einst ermöglichten. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Seit anderthalb Jahrzehnten stützt Xi Jinping seine Macht auf Antikorruptionskampagnen. Zunehmend weiten sie sich in den Kreis alter Weggefährten und ihrer Netzwerke aus.
Die Einzelheiten
Selbst in den Apparat, der die Antikorruptionsmaschine etablierte: Zuletzt traf es Li Xiaohong, der 2013 bis 2017 das Zentrale Inspektionsbüro der Kommunistischen Partei geleitet und damit die erste Phase der Antikorruptionskampagne von Xi nach dessen Machtübernahme maßgeblich mit geführt hatte. Li hatte erheblichen Einfluss darauf, gegen wen und aus welchen Gründen ermittelt werden sollte. Mai herum wurde Li abgeführt, meldete die Zeitung „Caixin“.
Ermittelt werde „wegen des Verdachts schwerer Disziplinar- und Rechtsverstöße“. Warum wird der nunmehr 73 Jahre alte Li als Bedrohung gesehen, der seit neun Jahren pensioniert ist? -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Eine Antwort liegt in dem Netzwerk, dem er zugerechnet wird. Li gilt als Vertrauter von Wang Qishan, einem der einst einflussreichsten Politiker Chinas. Wang Qishan war Leiter der Antikorruptionsbehörde und organisierte die ersten großen Antikorruptionskampagnen von Xi Jinping.
Was Experten sagen
Manchen galt er als Xis rechte Hand. Allein in Xis ersten fünf Amtsjahren wurden nach Angaben der Sinologin Li Ling 66. 000 Parteifunktionäre abgesetzt, darunter 43 Mitglieder oder stellvertretende Mitglieder des Zentralkomitees, zudem 63 Generäle.
„Danach konnte Xi die Partei ohne Rivalen führen, die ihm hätten Paroli bieten können. “Die rechte Hand, die selbst zum Risiko wurdeWang Qishan verfügte über Erfahrung, als Mitglied im Ständigen Ausschuss des Politbüros über Macht sowie über Netzwerke, um Xis Antikorruptionskampagne bis in die obersten Ränge durchzusetzen. Nicht zuletzt deshalb wurde er später selbst zum Risiko, glauben Beobachter.
Ein zu mächtiger Disziplinapparat konnte zu einem eigenen Machtfaktor werden. Am Ende der ersten Phase von Xis Antikorruptionskampagne, die mit seiner ersten Amtszeit korreliert, hatte sich die Zentrale Abteilung für Korruptionsbekämpfung (CCDI) zu einer der mächtigsten Institutionen unter den Parteiapparaten entwickelt, so Li Ling. Seit Xis zweiter Amtszeit werde versucht, die Macht der CCDI wieder einzuschränken.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




