
Chinas Universitäten: Wer will „Politische Sicherheit“ studieren?
Chinas Universitäten : Wer will „Politische Sicherheit“ studieren? Von Jochen Stahnke, Peking 05.07.2026, 18:05Lesezeit: 5 Min. Chinesische Schüler nach ihrer Gaokao-Prüfung vor wenigen Wochen in PekingAFPChina baut das...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Chinas Universitäten : Wer will „Politische Sicherheit“ studieren? Von Jochen Stahnke, Peking 05. 2026, 18:05Lesezeit: 5 Min.
Chinesische Schüler nach ihrer Gaokao-Prüfung vor wenigen Wochen in PekingAFPChina baut das Studienangebot grundlegend um: Tausende Studiengänge verschwinden, Tausende neue entstehen. Mehr denn je sind die Fächer auf die Ziele der Partei zugeschnitten. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In China erhalten dieser Tage mehr als zwölf Millionen Schüler die Ergebnisse ihrer Abschlussprüfungen.
Die Einzelheiten
Der Gaokao entscheidet über einen der begehrten Studienplätze an der Universität. Und neuerdings können Studienanfänger aus einer ganzen Reihe neuer Studienprogramme auswählen, die mehr denn je zugeschnitten sind auf die nationalen Ziele der Kommunistischen Partei. Die Volksrepublik baut das Angebot von Studiengängen an chinesischen Universitäten tiefgreifend um.
Allein zwischen den Jahren 2021 und 2025 wurden 12. 200 Bachelorstudiengänge gestrichen oder ausgesetzt und gleichzeitig 10. 200 neue eingeführt, gab die Staatsnachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das Bildungsministerium bekannt.
Mehr als dreißig Prozent der Studiengänge des ganzen Landes seien insgesamt überarbeitet worden. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Insbesondere geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer und Fremdsprachen werden zugunsten technologieorientierter Programme abgeschafft.
Was Experten sagen
Der Machtapparat stimmt das Bildungssystem noch stärker auf die Entwicklungsziele des Landes ab und trimmt es auf nationale Eigenständigkeit. Ein „neues Modell der Moralerziehung“Peking sind dabei drei Dinge wichtig: Der stellvertretende Bildungsminister Wu Yan verkündete schon vergangenes Jahr, dass „die nationalen strategischen Erfordernisse“, die „wissenschaftlich-technische Revolution“ sowie „demographische Veränderungen“ das Bildungswesen zu vertieften Reformen zwängen. Ende Juni veröffentlichte der Staatsrat 15 Leitlinien zur Bildungsstrategie der Volksrepublik.
Betont wird zuerst ein „neues Modell der Moralerziehung“, damit „die große Mehrheit der Studierenden der Partei, dem Land, dem Volk und dem Sozialismus treu bleibt“. Propagiert werden sodann eine starke Gewichtung der MINT-Fächer sowie das Ziel der Talentförderung zur Unterstützung „eines modernen Industriesystems“. Um die globale Technologieführerschaft zu erreichen, geht Peking strategisch und ganzheitlich vor.
Chinas Studenten sollen vermehrt auf strategische Fächer verteilt werden. So richten mindestens neun chinesische Universitäten Studiengänge ein, die Künstliche Intelligenz in die Wirtschaft integrieren.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





