
Collien Fernandes: Christian Ulmen gab der »Zeit« ein Interview, über das sie nicht berichten darf
Medienbericht der »Zeit« Christian Ulmen zieht Interview über Vorwürfe seiner Ex-Frau zurück Im SPIEGEL warf Collien Fernandes ihrem Ex-Mann vor, sie »virtuell vergewaltigt« zu haben. Nun berichtet die »Zeit«, der...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Medienbericht der »Zeit« Christian Ulmen zieht Interview über Vorwürfe seiner Ex-Frau zurück Im SPIEGEL warf Collien Fernandes ihrem Ex-Mann vor, sie »virtuell vergewaltigt« zu haben. Nun berichtet die »Zeit«, der Schauspieler habe sich zunächst in einem Interview dazu geäußert – und dann keine Zitate freigegeben. 12 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Christian Ulmen im Jahr 2018 Foto: Soeren Stache / dpa Im Fall Collien Fernandes berichtet die »Zeit« über ein stundenlanges Gespräch mit Christian Ulmen, aus dem die Wochenzeitung aber nicht zitieren darf. Es wäre die erste öffentliche Reaktion von Ulmen auf die Vorwürfe gewesen, die seine Ex-Frau Collien Fernandes im SPIEGEL gegen ihn erhoben hatte.
Die Einzelheiten
Das Interview der »Zeit« mit Christian Ulmen fand laut einem Bericht der Wochenzeitung Ende März, also kurz nach der Veröffentlichung des SPIEGEL am 19. Ulmen soll in dem fünfstündigen Gespräch umfassende Antworten gegeben haben, heißt es nun in einem Bericht in der aktuellen »Zeit«-Ausgabe . Auch mit Ulmens Anwalt, dem Medienrechtler Christian Schertz, führten »Zeit«-Journalistinnen demnach später ein Interview.
Beide hätten aber aus den Gesprächen anschließend keinerlei Zitate freigegeben. Hintergrund für den Vorgang ist laut der »Zeit« der im Journalismus übliche Autorisierungsprozess. Eine interviewte Person darf – wenn zuvor abgesprochen – mitentscheiden, welche Zitate in ihrem Namen veröffentlicht werden.
Ulmen und Schertz haben demnach entschieden, dass keines ihrer Zitate erscheinen darf. Es habe eine »wochenlange Auseinandersetzung über Formulierungen« gegeben, heißt es. Der Fall Fernandes beschäftigte die Gesellschaft über die Justiz hinaus.
Was Experten sagen
Und er ist komplex: Es geht um digitale sexualisierte Gewalt und um mutmaßliche körperliche Übergriffe. Die Schauspielerin beschuldigte ihren Ex-Mann, sie »virtuell vergewaltigt« zu haben. Täuschend echt aussehende FakeprofileUlmen soll täuschend echt aussehende Fakeprofile von ihr erstellt haben, »Hunderte von Männern« kontaktiert haben.
Der Schauspieler soll sich als Fernandes ausgegeben und mit Männern Chats und Gespräche mit sexuellen Inhalten geführt haben. Und er soll erotische Bilder und Videos verschickt haben, die den Eindruck erweckten, als handele es sich um Aufnahmen von Fernandes (lesen Sie die ganze SPIEGEL-Recherche hier ). Der SPIEGEL hatte Ulmen bereits Anfang März einen umfangreichen Fragenkatalog geschickt.
Er selbst äußerte sich nicht dazu. Ulmens Anwälte boten dem SPIEGEL ein Hintergrundgespräch an. Die Juristen gingen dabei auf einen Teil der Vorwürfe gegen Ulmen ein – zuvor hatten sie es allerdings zur Bedingung gemacht, dass nicht über ihre Einlassungen berichtet werden darf.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





