
Debatte in der CDU: Die Klimapolitiker melden sich aus dem Publikum
Debatte in der CDU : Die Klimapolitiker melden sich aus dem Publikum Von Lukas Fuhr, Berlin 25.06.2026, 09:52Lesezeit: 5 Min. Ministerin Reiche und ihre Staatssekretärin Connemann im April bei einer Fraktionssitzung der...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Debatte in der CDU : Die Klimapolitiker melden sich aus dem Publikum Von Lukas Fuhr, Berlin 25. 2026, 09:52Lesezeit: 5 Min. Ministerin Reiche und ihre Staatssekretärin Connemann im April bei einer Fraktionssitzung der UniondpaDie CDU debattiert bei ihrem „Werkstattgespräch“ über eine Korrektur ihrer Klimapolitik.
Das Podium ist manchen zu einseitig besetzt – trotzdem wird man sich nicht einig. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wenn sich die Welt ändert, findet Tilman Kuban, dann muss sich auch die Politik ändern. Als die Amerikaner für die deutsche Sicherheit zahlten und die Russen günstiges Gas lieferten, als die Chinesen deutsche Produkte in rauen Mengen kauften, habe sich Deutschland entschieden, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden.
Die Einzelheiten
Eine „ganz andere Welt“ als heute sei das gewesen. Sie werde nicht wiederkommen, also brauche es eine neue Klimapolitik, sagt der CDU-Politiker. Das findet Kuban schon länger.
In seiner Partei stieß er damit lange kaum auf Gehör. Seit diesem Mittwochabend aber diskutiert die CDU offen über ihre Klimapolitik. Eine „innere Befreiung“ spüre er, sagt ein Besucher des „Werkstattgesprächs“ im Konrad-Adenauer-Haus, in dem es mehr als zehn Grad Celsius kühler ist als draußen vor der Tür.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Es war die CDU, die das Zieljahr für die Klimaneutralität festgesetzt hat (der damalige und heutige CSU-Chef konnte sich sogar vorstellen, schon 2040 so weit zu sein). Das Jahr steht sogar im Grundsatzprogramm der CDU, Bundeskanzler und Parteivorsitzender Friedrich Merz hat sich immer wieder dazu bekannt.
Was Experten sagen
Da sorgte es für einige Aufregung, als in einer Art innerparteilicher großen Koalition die Mittelstandsunion (MIT) mit dem Arbeitnehmerflügel (CDA) einen Antrag vorlegte, der das Ziel verschieben und aufweichen sollte. Eine offene Debatte auf dem Parteitag Anfang des Jahres wollte man auch auf Bitten aus Baden und Schwaben kurz vor der Landtagswahl dort vermeiden. Mit dem „Werkstattgespräch“ sollte die Debatte jetzt nachgeholt werden.
Klimapolitiker waren nicht als Redner eingeplantDie Vorbereitung für das Gespräch kam lange nicht voran. Als dann recht kurzfristig ein Programm verschickt wurde, fiel Teilen der Partei kritisch auf, dass kein einziger Klimapolitiker als Redner eingeplant war. Die Fachleute mussten Platz im Publikum nehmen.
MIT-Chefin Gitta Connemann sprach trotzdem von einem Abend, an dem die Partei „Demokratie lebt“, der CDA-Vorsitzende Dennis Radtke sagte, die Zusammensetzung der Podien auf diese Weise sei „wichtig“ gewesen. Auftritte waren fast ausnahmslos für Politiker geplant, die die Klimaziele kritisch sehen; dazu einige Wissenschaftler und Unternehmer, von denen die meisten skeptisch auf den Ausbau erneuerbarer Energien blicken. Und dann verteidigt im „Werkstattgespräch“ ausgerechnet Wirtschaftsministerin Katherina Reiche die Existenz von Klimazielen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





