
Dienstwagen: Subventionen kosten den Staat jährlich mehr als vier Milliarden Euro
Streit über privat genutzte Firmenautos Subventionen für Dienstwagen kosten jährlich mehr als vier Milliarden Euro Das Dienstwagenprivileg gilt als Lieblingssubvention der Gutverdiener. Umwelt- und Sozialverbände...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Streit über privat genutzte Firmenautos Subventionen für Dienstwagen kosten jährlich mehr als vier Milliarden Euro Das Dienstwagenprivileg gilt als Lieblingssubvention der Gutverdiener. Umwelt- und Sozialverbände kritisieren die Regelung als klimaschädlich. Eine offizielle Studie belegt den Vorwurf etwas genauer.
36 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Autos auf einem Parkplatz in Jena Foto: Sebastian Kahnert / dpa Der deutsche Staat begünstigt Dienstwagen mit Verbrennungsmotor um mehr als vier Milliarden Euro pro Jahr.
Die Einzelheiten
Das geht aus einer Studie der Universität Köln im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) hervor , die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Finanzwissenschaftler werteten Daten des Jahres 2024 aus. Durch die reine Bereitstellung eines Dienstwagens liegen die Steuervorteile im Vergleich zu einem privat angeschafften Fahrzeug demnach bei 2,73 Milliarden Euro.
Hinzu kommen 1,47 Milliarden Euro für die private Nutzung, etwa mit vom Arbeitgeber gestellten Tankkarten. Dazu kommen noch 720 Millionen Euro an steuerlichen Vergünstigungen für elektrische oder hybride Dienstwagen. Insgesamt bewirkt die Subvention laut der Studie einen Mehrverbrauch von Benzin und Diesel, der zusätzlichen Emissionen von geschätzten 1,68 Millionen Tonnen CO₂ entspricht.
Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass es sich bei der pauschalen Dienstwagenbesteuerung um eine umweltschädliche und teure Subventionen handle. Öffentliche Mittel würden nicht optimal eingesetzt. Das Dienstwagenprivileg gilt als Lieblingssubvention der Gutverdiener.
Was Experten sagen
Der Arbeitgeber stellt dabei ein Auto, das auch privat genutzt werden kann. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist das oft attraktiver als ein höheres Gehalt. Zwar muss ein Arbeitnehmer Steuern auf den geldwerten Vorteil zahlen.
Doch dieser Vorteil wird meist viel niedriger angesetzt als die tatsächliche Nutzung. Dem Staat entgehen auf diese Weise Einkommen- und Unternehmensteuern. Reform »überfällig«Vor allem liegt das an der Ein-Prozent-Regel, mit der viele Arbeitnehmer ihren monatlichen geldwerten Vorteil pauschal berechnen.
Er beträgt dann einfach ein Prozent des Fahrzeug-Listenpreises – hinzukommen 0,03 Prozent vom Listenpreis pro Kilometer des Arbeitsweges. Wer wie die meisten Dienstwagennutzer aber hauptsächlich privat fährt, gut verdient und ein teures Modell wählt, spart mit der Ein-Prozent-Regel im Jahr schnell Tausende Euro im Vergleich zu einem selbst finanzierten Auto. Noch günstiger fährt man mit Elektroautos.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





