
Dieter Nuhr will Witze über Gewalt an Frauen nicht so gemeint haben
Monolog über Femizide Dieter Nuhr will Witze über Gewalt an Frauen nicht so gemeint haben In seiner Sendung »Nuhr im Ersten« riet Dieter Nuhr Frauen, zum Schutz vor Gewalt einen Partner vor dem Sex »einfach erst mal...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Monolog über Femizide Dieter Nuhr will Witze über Gewalt an Frauen nicht so gemeint haben In seiner Sendung »Nuhr im Ersten« riet Dieter Nuhr Frauen, zum Schutz vor Gewalt einen Partner vor dem Sex »einfach erst mal kennenzulernen«. Auf die laute Kritik antwortet der Komiker nun mit einem Erklärungsversuch. 34 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern ARD-Moderator Nuhr: »Bei der Partnerwahl gelassen bleiben« Foto: Marlene Gawrisch / WELT / ullstein bild Der Kabarettist Dieter Nuhr bezeichnet die lauten Proteste gegen seine Sendung als klaren Fall von überzogener »Interneterregung«. In der jüngsten Episode von »Nuhr im Ersten« hatte er in einem längeren Monolog über das Thema Gewalt an Frauen gewitzelt und die Verantwortung auch potenziellen Betroffenen zugeschoben: »Zur Sicherheit wäre es nicht schlecht, wenn man den Partner vor dem Geschlechtsverkehr vielleicht einfach erst mal kennenlernt«, so Nuhr.
Die Einzelheiten
Weiter sagte er: Es gebe »etwa 300 bis 350 Frauenmorde jedes Jahr«, und natürlich seien das »300 bis 350 zu viel«. Aber es gebe in Deutschland zig Millionen Männer. »Die Wahrscheinlichkeit, in einer Beziehung auf einen Frauenmörder zu treffen, ist praktisch null.
« Nach lauter Kritik – auch der SPIEGEL hatte berichtet – nahm Nuhr nun zu diesen Sätzen Stellung. »Kein Witz über Femizide, nirgends. Habe ich noch nie gemacht.
Werde ich nicht tun«, schrieb der Komiker auf seiner Facebook-Seite . Stattdessen will er missverstanden und bösartig interpretiert worden sein. »Interneterregung wird zur Volksmeinung umgedeutet.
Was Experten sagen
So ist es üblich in diesen Tagen. « »Völlig überzogene pauschale Verunglimpfung«Ihm sei es bei seinem Auftritt um etwas ganz anderes gegangen, so der 65-Jährige. »Um das Wort ›strukturell‹, das allen Männern Schuld zuweist, weil sie ›strukturell‹ Täter sind.
« Nach eigenen Angaben bezog er sich bei seinen Witzen auf Artikel in großen deutschen Zeitungen, in denen Frauen infrage gestellt hätten, noch mit Männern leben zu können, weil diese »statistisch töten«. Mehr zum Thema In seiner ARD-Sendung macht Dieter Nuhr Witze über ermordete Frauen. Ist er jetzt zu weit gegangen?
Ein Kommentar von Arno Frank Männer als Täter: Die Welt könnte so schön sein ohne euch Ein Essay von Elisa von Hof Diese »völlig überzogene pauschale Verunglimpfung« sei Thema seines Beitrages gewesen. »Ich habe betont, dass jeder Frauenmord selbstverständlich (! ) einer zu viel ist, aber dass die Chance, bei der Partnerwahl auf einen Frauenmörder zu stoßen, verschwindend gering ist,« schreibt Nuhr – um dann seinem Publikum zu erklären, »dass man bei der Partnerwahl gelassen bleiben kann.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




