
Drogen: Zahl der Drogentoten unter 30 steigt 2025 deutlich
Neue Zahlen vorgestellt Fast jeder vierte Drogentote in Deutschland ist jünger als 30 Die Zahl der jungen Menschen, die durch Drogen sterben, ist 2025 deutlich angestiegen. Der Drogenmarkt wird unübersichtlicher, neuere...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Neue Zahlen vorgestellt Fast jeder vierte Drogentote in Deutschland ist jünger als 30 Die Zahl der jungen Menschen, die durch Drogen sterben, ist 2025 deutlich angestiegen. Der Drogenmarkt wird unübersichtlicher, neuere Substanzen wie synthetische Opioide oder Crack spielen eine immer größere Rolle. 00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Opioidhaltiges Schmerzmittel Oxycodon Foto: imageBROKER / Steve Heap / IMAGO Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Die Einzelheiten
In Deutschland sind im vergangenen Jahr 2150 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. Damit bleibt die Zahl der Drogentoten auf Rekordniveau. Zudem werden die Opfer immer jünger: Seit 2021 ist die Zahl der Todesfälle bei Menschen unter 30 um mehr als die Hälfte gestiegen, auf 528 im Jahr 2025.
Damit war fast jeder vierte Drogentote jünger als 30 Jahre. Bei den unter 20-Jährigen hat sich die Zahl sogar nahezu verdoppelt, auf 106. Erhoben hat die Zahlen das Bundeskriminalamt, am Dienstag stellte der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) sie in Berlin vor.
Gerade der Anstieg bei jungen Todesopfern bereitet Experten Sorge: Junge Konsumentinnen und Konsumenten gehören in der Regel nicht zu den sogenannten offenen Straßenszenen, die es in Groß- und Mittelstädten gibt; dort ist das Durchschnittsalter höher. Sehr oft beziehen sie ihre Stoffe aus dem Internet, konsumiert wird häufig allein oder in kleinen Gruppen zu Hause. Todesursächlich waren der Erhebung zufolge bei den jungen Verstorbenen häufig psychoaktive Arzneimittel wie Benzodiazepine und opioidhaltige Schmerzmittel – oder auch entsprechende Fälschungen.
Was Experten sagen
Streeck zufolge gibt es auf dem Markt Tabletten, die aussehen wie bekannte Medikamente, aber mit hochpotenten synthetischen Opioiden gestreckt sind. »Wer sie einnimmt, weiß oft nicht, was wirklich darin ist. Genau das macht sie so gefährlich.
Schon kleinste Mengen können tödlich sein«, so Streeck in einer Mitteilung vom Dienstag. Neuere Substanzen treiben Todeszahlen in die HöheWährend in der Vergangenheit Heroin ein Todeszahlentreiber war, verstarben in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Konsumentinnen und Konsumenten an neueren Substanzen. So stieg die Zahl der Toten durch das synthetische Opioid Fentanyl um ein Fünftel auf 118.
Ebenfalls deutlich angestiegen ist die Zahl der Todesfälle nach dem Konsum des Narkosemittels Ketamin oder von amphetaminähnlichen Cathionen. Die Zahl der Toten, die Kokain oder Crack zu sich nahmen, hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt. Insgesamt, das lässt sich aus den Zahlen ablesen, wird der Drogenmarkt unübersichtlicher und gefährlicher.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





