
Ebola-Epidemie: Klage gegen US-Quarantänezentrum in Kenia
Kenianische Bürgerrechtler klagen Widerstand gegen Ebola-Behandlung von US-Bürgern in Kenia In einem eigens für sie errichteten Quarantänezentrum in Kenia sollen US-amerikanische Ebola-Patienten behandelt werden. Eine...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kenianische Bürgerrechtler klagen Widerstand gegen Ebola-Behandlung von US-Bürgern in Kenia In einem eigens für sie errichteten Quarantänezentrum in Kenia sollen US-amerikanische Ebola-Patienten behandelt werden. Eine Menschenrechtsorganisation vor Ort sieht »ernste verfassungsrechtliche Bedenken« und geht juristisch dagegen vor. 23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Rwampara (Demokratischen Republik Kongo, 20. Mai) Foto: Moses Sawasawa / AP / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Eine kenianische Menschenrechtsorganisation hat nach eigenen Angaben inmitten des Ebola-Ausbruch in Afrika Klage gegen ein von den Vereinigten Staaten geplantes Quarantänezentrum für US-Staatsbürger in dem Land eingereicht. Das Katiba-Institut erklärte am Donnerstag, die geplante Einrichtung werfe »ernste verfassungsrechtliche Bedenken« auf. Der geplante Betrieb solle gestoppt und die Einreise von möglicherweise Infizierten verhindert werden.
Nach US-Angaben soll die Einrichtung am Freitag in Betrieb gehen. Mehr zur Epidemie: Wird dieser Ebola-Ausbruch der größte, den es je gab? Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) warnte, die geplante Einrichtung könne »zusätzlichen Druck« auf das kenianische Gesundheitssystem ausüben.
Was Experten sagen
Die Übernahme der Quarantäne für »ausländische Staatsbürger« könne die Kapazitäten des ostafrikanischen Landes »überdehnen«, sollte es nicht »ausreichend unterstützt« werden, sagte CDC-Africa-Präsident Jean Kaseya. »Bestmögliche Versorgung« für US-BürgerDas Quarantänezentrum mit 50 Betten soll auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia in Kenia eingerichtet werden. Es soll später noch ausgebaut werden.
Nach Angaben eines US-Beamten sollen dort positiv auf das Ebola-Virus Getestete oder Menschen mit Symptomen bis zu ihrer Verlegung in Einrichtungen in Europa versorgt werden. Die US-Bürger sollten die »bestmögliche Versorgung« erhalten, ohne eine lange Rückreise in die USA antreten zu müssen, ergänzte er. US-Außenminister Marco Rubio hatte am Mittwoch erklärt, die USA würden keinen mit Ebola infizierten Patienten auf ihr Staatsgebiet gelangen lassen.
Ein an Ebola erkrankter US-Bürger wird derzeit auf Bitten der USA in der Berliner Klinik Charité behandelt. Kritik von der WHODer Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, kritisierte Reiseverbote zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs, da diese »nicht viel bringen«. Die USA hatten wegen des Ebola-Ausbruchs Einreisebeschränkungen gegen Menschen aus den betroffenen Ländern verhängt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





