
Ebola: Kenia stoppt Bau von Quarantänezentrum für US-Bürger
Nach Protesten mit Toten Kenia stoppt Bau von Ebola-Quarantänezentrum für US-Bürger Seit Wochen protestieren Kenianer gegen ein Ebola-Zentrum auf einer US-Basis. Obwohl gerichtlich untersagt, ging der Bau weiter. Nun...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Nach Protesten mit Toten Kenia stoppt Bau von Ebola-Quarantänezentrum für US-Bürger Seit Wochen protestieren Kenianer gegen ein Ebola-Zentrum auf einer US-Basis. Obwohl gerichtlich untersagt, ging der Bau weiter. Nun hat der kenianische Gesundheitsminister eingelenkt.
00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Polizisten und Protestierende in Nanyuki Foto: Andrew Kasuku / AP / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Nach wochenlangen Protesten mit mehreren Toten und einer Strafandrohung des Obersten Gerichts hat die kenianische Regierung die Arbeiten an einem Ebola-Quarantänezentrum für US-Bürger gestoppt. Er habe die Einstellung »aller Vorbereitungen, Bauarbeiten und anderer, damit zusammenhängender Tätigkeiten auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia« angeordnet, erklärte der kenianische Gesundheitsminister Aden Duale. Die kenianischen Behörden hatten die Errichtung des Quarantänezentrums im Mai angekündigt.
Seitdem war es immer wieder zu Protesten gekommen, bei denen mindestens drei Demonstranten getötet wurden. Die Protestierenden befürchteten, dass sich das Virus von der Einrichtung aus auch in Kenia verbreiten könnte, wo bislang noch kein Ebolafall registriert wurde. In der Demokratischen Republik Kongo weitet sich indes die Ebola-Epidemie aus: Die Zahl der Infektionen ist offiziellen Angaben zufolge auf 1003 gestiegen.
Was Experten sagen
254 Menschen kamen bislang durch das Virus ums Leben, wie das nationale Gesundheitsinstitut mitteilte. Die Sterblichkeitsrate des Virus liegt damit bei rund 25 Prozent. Fast alle Infektionen und Todesfälle traten in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes auf, die Schauplatz bewaffneter Konflikte ist.
In dem kenianischen Quarantänezentrum sollten US-Bürger aus dem Kongo untergebracht werden, die mit dem Virus in Kontakt gekommen waren. Es entstand auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia, rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Nairobi. Das Zentrum sollte über 50 Isolierbetten verfügen, von US-Mitarbeitern verwaltet werden und stand offenbar kurz vor der Fertigstellung.
Regierung ignorierte GerichtsentscheidMenschenrechtsgruppen hatten vor dem Obersten Gericht in Kenia gegen die Einrichtung geklagt und Ende Mai Recht bekommen. Die Regierung hatte die Anordnung der Richter, die Arbeiten an der Anlage einzustellen, jedoch zunächst ignoriert. Am Montag drohte der Gerichtshof dem Gesundheitsminister deshalb mit einer Strafe.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





