
Eishockey: Harold Kreis muss als Bundestrainer gehen
Ein Jahr vor der Heim-WM Eishockey-Bundestrainer Kreis muss gehen Wenn in knapp elf Monaten die Eishockeyweltmeisterschaft in Deutschland startet, wird Harold Kreis nicht mehr an der Bande stehen. Drei unbefriedigende...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ein Jahr vor der Heim-WM Eishockey-Bundestrainer Kreis muss gehen Wenn in knapp elf Monaten die Eishockeyweltmeisterschaft in Deutschland startet, wird Harold Kreis nicht mehr an der Bande stehen. Drei unbefriedigende Turniere in Folge waren dem DEB zu viel. 57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Harold Kreis: Als Spieler trug er in 180 Partien das DEB-Trikot Foto: Slavomír Kubes / CTK / dpa Der sportliche Rückschritt im deutschen Eishockey in den vergangen beiden Jahren hat Bundestrainer Harold Kreis ein Jahr vor der Heim-WM den Job gekostet. Das ist das Ergebnis der Aufarbeitung des dritten verkorksten Turniers in Serie.
Die Einzelheiten
»Die Zusammenarbeit mit Harold war zu jeder Zeit von Vertrauen, Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt – auch menschlich war sie über die gesamte Zeit hervorragend. Deshalb ist uns diese Entscheidung nicht leichtgefallen«, wurde Sportchef Christian Künast in einer Mitteilung des Deutschen Eishockey-Bundes zitiert. »Zugleich sehen wir, dass die Entwicklung der Männer-Nationalmannschaft zuletzt stagnierte, und diese sportliche Gesamteinschätzung hat letztlich zu unserer Entscheidung geführt«, sagte er weiter.
Man sei der festen Überzeugung, dass es nun einen neuen Impuls benötige. Auch Künast selbst hatte zuletzt in der Kritik gestanden, darf aber beim Verband weitermachen. Der Vertrag von Kreis war im vergangenen Jahr noch bis 2027 verlängert worden.
Dann findet die WM im eigenen Land statt. Vor WM auch Enttäuschung bei OlympiaBei der abgelaufenen Weltmeisterschaft in der Schweiz hatte der WM-Zweite von 2023 wie schon 2025 das Minimalziel Viertelfinale verpasst. Dazwischen war auch das olympische Turnier bei den Winterspielen im Februar mit der mutmaßlich besten deutschen Nationalmannschaft der Geschichte und allen NHL-Superstars um Leon Draisaitl eine Enttäuschung.
Was Experten sagen
Trotz eines günstigen Turnierplans hatte Deutschland einen möglichen Medaillenplatz nicht erreicht. Mehr zum Thema Eishockey-Weltmeisterschaft: 2024, 2025, 2026 – die Schweiz verliert das dritte WM-Finale in Serie Eskalation in den Playoffs: Strafanzeige gegen Eishockeyspieler Wagner – wird das brutale Foul zum Präzedenzfall im Profisport? Von Peter Ahrens Dritte Turnierenttäuschung in Folge: Deutsche Eishockeyspieler verpassen WM-Viertelfinale Anschließend hatte es teils deutliche Kritik der Spieler am Coaching und der Organisation rund um die Spiele gegeben.
Deshalb hatte sich DEB-Sportvorstand Künast anschließend auch sehr selbstkritisch gezeigt. Personelle Konsequenzen hatte es da aber noch nicht gegeben. Jetzt schon, allerdings nur für Kreis.
Nach der Vize-Weltmeisterschaft 2023 ging es bergabKreis war bereits 2010 als Assistent des damaligen Bundestrainers Uwe Krupp am WM-Halbfinaleinzug Deutschlands beteiligt gewesen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





