
Eli Lilly: US-Pharmakonzern halbiert Milliardeninvestition in Deutschland
Werk in Rheinland-Pfalz US-Pharmakonzern Eli Lilly halbiert Milliardeninvestition in Deutschland Der US-Pharmariese Eli Lilly fährt die Investition für den geplanten Produktionsstandort auf den Mindestumfang herunter...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Werk in Rheinland-Pfalz US-Pharmakonzern Eli Lilly halbiert Milliardeninvestition in Deutschland Der US-Pharmariese Eli Lilly fährt die Investition für den geplanten Produktionsstandort auf den Mindestumfang herunter und verweist auf die Sparpläne der Bundesregierung. Auch ein deutscher Konzern stoppt Investitionen. 46 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Die Baustelle für den neuen Pharmastandort der US-Konzerns Eli Lilly in Rheinland-Pfalz Foto: Arne Dedert / dpa Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will wegen der Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen eine geplante Milliardeninvestition in einen neuen Standort im rheinland-pfälzischen Alzey deutlich reduzieren. Konzernchef Dave Ricks sagte im »Handelsblatt «, Deutschland werde mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz bei der Unterstützung der Branche auf den letzten Platz der europäischen Märkte fallen.
Die Einzelheiten
Eli Lilly wollte bislang 2,5 Milliarden US-Dollar in die neue Produktionsstätte im rheinhessischen Alzey stecken. Vor dem Hintergrund des aktuellen gesundheitspolitischen Kurses in Deutschland sei nun geplant, den noch ausstehenden Umfang des Projekts um 50 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung zu reduzieren, teilte das Unternehmen mit. Es solle zunächst nur der »Mindestumfang des Hightech-Produktionsstandortes in Alzey« fertiggestellt werden, erklärte Ricks.
Auch der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim stoppt in Deutschland geplante Investitionen in einem hohen dreistelligen Millionenbereich. Es gehe um Ausgaben für die Jahre 2027 bis 2030 mit einem Gesamtvolumen von 900 Millionen Euro, teilte das Unternehmen in Ingelheim bei Mainz mit. Zuvor hatte das »Handelsblatt« darüber berichtet.
»Die nächste Innovation geht nach Lage der Dinge aktuell nicht nach Deutschland«, sagte Deutschlandchef Médard Schoenmaeckers demnach. Als Gründe für den Schritt nannte Boehringer Ingelheim, ähnlich wie Eli Lilly, die schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland und erwähnte die Sparpläne der Bundesregierung bei den Gesundheitsausgaben. Diese sehen unter anderem höhere Rabatte vor, die Arzneikonzerne Krankenkassen künftig gewähren müssen.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Corona-Impfstoffhersteller: Biontech schließt Standorte in Deutschland – 1860 Stellen in Gefahr Sparmaßnahmen beim Chipkonzern: Intel gibt Pläne für Fabrik in Deutschland endgültig auf Zudem verwies das Unternehmen auf die größere Dynamik in anderen Märkten sowie die geopolitische Lage. Dazu zähle auch ein gewachsener Druck aus den USA. Boehringer Ingelheim hatte, wie andere Pharmaunternehmen, eine Art Abkommen mit der US-Regierung geschlossen, um von Pharmazöllen befreit zu werden.
Eine Bedingung dafür ist, in Produktion und Forschung in Amerika zu investieren.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





