
Energiesparen für Fortgeschrittene: Darum sind Faultiere so faul
Energiesparen für Fortgeschrittene Darum sind Faultiere so faul Die langsamsten Säugetiere des Planeten haben endlich eine Ausrede: Es liegt an den Genen. Die Erkenntnis könnte auch für den Menschen nützlich sein....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Energiesparen für Fortgeschrittene Darum sind Faultiere so faul Die langsamsten Säugetiere des Planeten haben endlich eine Ausrede: Es liegt an den Genen. Die Erkenntnis könnte auch für den Menschen nützlich sein. 36 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ein junges Dreizehenfaultier ruht auf seiner Mutter Foto: Jiri Viehmann / imagebroker / IMAGO aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
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Geschadet hat es ihnen nicht. Faultiere leben seit etwa 30 Millionen Jahren auf der Erde. Ein internationales Forschungsteam hat nun mittels einer vollständigen Genomsequenzierung Hinweise darauf gefunden, warum der Stoffwechsel der Tiere so extrem langsam ist.
Die Ergebnisse könnten den Weg zu weiteren Forschungen zu Stoffwechselerkrankungen und zum Alterungsprozess bei anderen Säugetieren ebnen. Die Forschenden haben erstmals das gesamte Genom eines Zweifinger-Faultiers sequenziert und festgestellt, dass das Erbgut der Tiere voll von sogenannten springenden Genen ist. Diese Gene kopieren sich selbst und können an anderen Stellen im Genom wieder eingefügt werden.
Was Experten sagen
Diese Kopien können schwerwiegende Erkrankungen verursachen, aber auch positive Wirkungen entfalten. Einige springende Gene sind auch im menschlichen Genom nachweisbar, diese sind jedoch in der Regel inaktiv, alt und fragmentiert. Aktive springende Gene können bei Menschen zu Neuanordnungen in den Chromosomen führen, was zu Krebs führen kann.
Mehr zum Thema Von wegen faul: Prähistorische Riesenfaultiere waren fleißige Gärtner Mehr Energiebedarf bei Hitze: Faultiere wegen Klimawandels vom Aussterben bedroht Invasive Ausbreitung: Vor Ibiza schwimmen jetzt Schlangen im Meer, die dort nicht hingehören Von Miriam Khan Bei Faultieren überwog offenbar das Positive: Kein anderes bekanntes Säugetiergenom enthält so viele springende Gene, wie die Analysen zeigen. Die springenden Gene sind laut den Daten der Forscher im letzten gemeinsamen Vorfahren der heute noch lebenden Faultierarten vor etwa 30 Millionen Jahren entstanden. Vermeidung von unnötigem AufwandEin großer Teil der kopierten Gene hat laut den Forschern »Vorläufergene, die funktionell mit dem Zellstoffwechsel verbunden sind«, berichtet das Team.
Demnach könnten diese springenden Gene die Funktion der Mitochondrien beeinflussen, die für den Körper aus Nährstoffen Energie gewinnen, und den Faultieren so ihren gemächlichen, sparsamen Lebensstil ermöglichen. Faultiere ernähren sich hauptsächlich von energiearmen Blättern, vermeiden deswegen jeden unnötigen Energieaufwand. Die meiste Zeit hängen sie reglos an Ästen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





