
Erlangen bittet Volksfestwirte um Verzicht auf umstrittene Songs wie »Layla«
Liste mit zwölf umstrittenen Liedern Was Erlangen bei den Volksfestwirten lieber nicht hören möchte »Skandal um Rosi«, Skandal in Erlangen? Die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt haben eine Liste mit Songs...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Liste mit zwölf umstrittenen Liedern Was Erlangen bei den Volksfestwirten lieber nicht hören möchte »Skandal um Rosi«, Skandal in Erlangen? Die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt haben eine Liste mit Songs erarbeitet. Mit der Bitte an Volksfestwirte, sie nicht zu spielen.
Die Reaktionen überraschen kaum. 56 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bergkirchweih in Erlangen (Symbolbild) Foto: imageBROKER / Helmut Meyer zur Cap / IMAGO Gehören frauenfeindliche und sexistische Songs zur deutschen Festzeltkultur? Aus Erlangen kommt in dieser Debatte, die spätestens seit dem Song »Layla« fast jährlich geführt wird, ein Nein. Die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt haben eine Liste von Songs für die diesjährige Bergkirchweih erarbeitet, verbunden mit der Bitte, sie nicht zu spielen.
Die Reaktionen darauf sind – vorsichtig gesagt – geteilt. Réka Lőrincz von der Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen sagte den »Nürnberger Nachrichten« , dass es sich nicht um die schönste Arbeit und Recherche gehandelt habe. Man habe die Songs aber nicht nur vom Gefühl her bewerten wollen, sondern es »wirklich faktenbasiert aufarbeiten«.
Herausgekommen ist diese Liste:»Layla« – DJ Robin & Schürze»Nein heißt ja« – G. Anderson»Donaulied« – dazu gibt es unter anderem eine Ballermann‑Version von Mickie Krause»Baby Bell« – Breitner»Joana (du geile Sau)« – Roland Kaiser / Ballermann‑Version unter anderem von Peter Wackel»Olé, wir fahr’n in’ Puff nach Barcelona« – Mickie Krause»20 Zentimeter« – Mirja Boes»Die Glöcknerin von Dingolfing« – Dorfrocker»Skandal im Sperrbezirk« – Spider-Murphy-Gang»Geh mal Bier hol’n« – Mickie Krause»Deine Freundin« – SDP»10 nackte Friseusen« – Mickie KrauseIn den meisten dieser Songs werden Frauen objektifiziert und herabgewürdigt. In »Skandal im Sperrbezirk«, in dem es um eine Prostituierte namens Rosi geht, wird Prostitution mindestens inszeniert, wenn nicht romantisiert.
Was Experten sagen
»Layla« sorgte bereits 2022 für eine nationale Debatte, ob sexistische oder frauenfeindliche Songs verboten werden sollten. Die Stadt Würzburg untersagte damals, den Song auf einem Volksfest spielen zu lassen. Kein Verbot, eine »Sensibilisierung«Die Stadt Erlangen betonte gegenüber den »Nürnberger Nachrichten«, dass es sich bei den zwölf Songs nicht um eine Verbotsliste handele.
»Die Liste ist als Orientierung und Sensibilisierung gedacht. Unser gemeinsames Ziel mit Wirtinnen, Wirten und Schaustellerbetrieben ist ein friedliches und respektvolles Fest für alle«, heißt es. Einfacher gesagt: Die Gleichstellungsstelle macht das, was eine Gleichstellungsstelle halt so macht.
Die Reaktionen sind dennoch so erwartbar wie deutlich. »Bild« schreibt etwa: »Stadt verbietet 12 Songs wegen angeblicher ›Menschenfeindlichkeit‹«. Der Manager der Spider-Murphy-Gang spricht von einem Skandal.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




