
Erneuerbare Energien: Wind, Sonne und Wasser liefern 58 Prozent des Stroms in Deutschland
Rekord fürs erste Halbjahr Erneuerbare liefern 58 Prozent des Stroms in Deutschland Wind, Sonne und Wasser haben in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr Strom erzeugt als noch ein Jahr zuvor. Dabei geholfen hat etwa...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Rekord fürs erste Halbjahr Erneuerbare liefern 58 Prozent des Stroms in Deutschland Wind, Sonne und Wasser haben in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr Strom erzeugt als noch ein Jahr zuvor. Dabei geholfen hat etwa der Wind auf See. 23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Offshore-Windpark nördlich von Borkum: Vergleichsweise mehr Strom durch Erneuerbare Foto: Sina Schuldt / dpa Die erneuerbaren Energien haben im ersten Halbjahr 58 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt und damit so viel wie noch nie in einem ersten Halbjahr. Das geht aus Hochrechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor.
Die Einzelheiten
Sie lagen der Nachrichtenagentur dpa vorab vor. Die Quote liegt fast drei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Im gesamten Jahr 2025 hatte der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch der Bundesnetzagentur zufolge bereits 58,8 Prozent betragen .
Im ersten Halbjahr 2026 hat unter anderem die Situation auf See der Produktion geholfen. »Der Anstieg gegenüber dem windschwachen Vorjahreshalbjahr ist insbesondere auf die höhere Stromerzeugung aus Windenergie an Land (+7,0 Prozent) und auf See (+28,3 Prozent) zurückzuführen«, hieß es. Die Stromerzeugung aus Sonnenlicht stieg um 3,7 Prozent.
Weil es weniger regnete, wurde weniger Strom aus Wasserkraft erzeugt. Hier gab es einen Rückgang um 7,7 Prozent. Die Erzeugung aus Biomasse legte um 0,6 Prozent zu.
Was Experten sagen
Forscher: Energiekrisen durch fossile Energieträger ausgelöstZSW-Chef Frithjof Staiß betonte die Bedeutung erneuerbarer Energieerzeugung für die Energiepreise. »Je höher der Anteil der erneuerbaren Energien steigt, desto unabhängiger werden wir von Importen fossiler Energieträger«, sagte er laut einer Mitteilung. Desto widerstandsfähiger werde auch die Volkswirtschaft gegenüber Energiepreisschocks.
»Die Energiekrisen der vergangenen Monate und Jahre wurden durch die fossilen Energieträger ausgelöst, nicht durch die Erneuerbaren. « Mehr zum Thema Energiewende: Die Menschheit verbrennt mehr Erdöl, Erdgas und Kohle als je zuvor – aber es gibt Hoffnung für das Klima Von Claus Hecking, Boston Sechs Trends und Fakten: Woher der deutsche Strom 2025 kam Von Ferdinand Holsten, Benedikt Müller-Arnold und Patrick Stotz Vor allem Windenergie: Deutschland erstmals seit 2023 wieder Strom-Nettoexporteur Der Ausbau der Erneuerbaren sei auch das »schärfste Schwert« im Kampf gegen den Klimawandel. Damit Elektrifizierung ihr volles Klimaschutzpotenzial entfalten könne, müsse der Strom aus erneuerbaren Energien stammen.
Die Hitzewelle der vergangenen Tage habe sehr deutlich gezeigt, wie dringend Erfolge beim Klimaschutz erzielt werden müssten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





