
EU halbiert zollfreie Stahlimporte – und setzt gleichzeitig Versprechen an Trump um
Schutz heimischer Industrie EU halbiert zollfreie Stahlimporte – und setzt gleichzeitig Versprechen an Trump um Deutschlands Stahlindustrie ist die größte in der EU. Um die Produktion zu schützen, sollen auf Stahl aus...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Schutz heimischer Industrie EU halbiert zollfreie Stahlimporte – und setzt gleichzeitig Versprechen an Trump um Deutschlands Stahlindustrie ist die größte in der EU. Um die Produktion zu schützen, sollen auf Stahl aus Drittstaaten nun schneller Abgaben fällig werden. Parallel macht die EU Zugeständnisse an die USA.
06 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Gewerkschaftsdemo für die Zukunft der Stahlindustrie in Berlin im Juni Foto: Jochen Eckel / IMAGO Die Europäische Union will die Stahlindustrie schützen und verhindern, dass massenweiser günstiger Stahl importiert wird - deshalb hat sie strengere Regeln für Importe erlassen, die ab sofort gelten.
Die Einzelheiten
So dürfen nur noch 18,3 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr zollfrei eingeführt werden, etwa halb so viel wie zuvor. Gleichzeitig hat die EU den Zoll auf Mengen, die dieses Kontingent überschreiten, auf 50 Prozent verdoppelt. Weltweit wird deutlich mehr Stahl produziert als benötigt wird.
Diese Überkapazitäten liegen derzeit nach Zahlen der EU-Kommission bei 620 Millionen Tonnen, bis 2027 steigen sie demnach voraussichtlich auf 721 Millionen Tonnen. Das wäre fünfmal so viel wie die EU jährlich an Stahl verbraucht. Die massive Erhöhung der US-Einfuhrzölle auf Stahl im vergangenen Jahr hat den Druck auf den europäischen Markt weiter verstärkt.
Innerhalb der EU hat Deutschland die mit Abstand größte Stahlindustrie. China, Indien und die Türkei zählen zu den Ländern, aus denen günstiger Stahl exportiert wird. Das hängt mit niedrigeren Energiepreisen, aber auch staatlicher Förderung zusammen.
Was Experten sagen
Verband hofft auf Rückkehr von 15 Millionen TonnenDer Verband der europäischen Stahlindustrie (Eurofer) rechnet damit, dass die neue Handelsmaßnahme 15 Millionen Tonnen an Kapazitätsauslastung nach Europa zurückbringen könnte. In den vergangenen sieben Jahren seien mehr als 30 Millionen Tonnen Produktion verloren gegangen, sagte Eurofer-Generaldirektor Axel Eggert. Eggert begrüßte die Änderung.
Es müssten aber auch etwa die Energiekosten in der EU gesenkt werden. Die europäische Industrie müsse international wieder wettbewerbsfähig werden - und gleichzeitig die Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie schaffen. Aus welchen Ländern künftig importiert wirdDie Hälfte der verfügbaren zollfreien Quote ist künftig für Stahl aus Ländern reserviert, mit denen die EU ein Freihandelsabkommen hat.
Diese machen bislang bereits 80 Prozent der Stahlimporte in die EU aus. Ländern wie Großbritannien, der Türkei und der Ukraine sichert die EU ein bestimmtes Kontingent zu, wie ein EU-Beamter sagte. Die andere Hälfte der zollfreien Quote steht allen Staaten zur Verfügung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





