
Europas Verteidigung: Airbus-Chef Faury fordert mehr Tempo in der Rüstung
Europas Verteidigung : Airbus-Chef Faury fordert mehr Tempo in der Rüstung Von Markus Frühauf, Manching 20.05.2026, 14:42Lesezeit: 3 Min. Airbus-Chef Guillaume Faury spricht am Mittwoch auf dem Rüstungsgipfel in...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Europas Verteidigung : Airbus-Chef Faury fordert mehr Tempo in der Rüstung Von Markus Frühauf, Manching 20. 2026, 14:42Lesezeit: 3 Min. Airbus-Chef Guillaume Faury spricht am Mittwoch auf dem Rüstungsgipfel in Manching.
AFPDer europäische Luft- und Raumfahrtkonzern glaubt weiterhin an eine Lösung für das europäische Luftkampfsystem FCAS. Doch mit dem französischen Partner wird diese schwierig. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Europa muss in seinen Verteidigungsanstrengungen das Tempo deutlich erhöhen.
Die Einzelheiten
Das forderte Guillaume Faury, Vorstandschef des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus, am Mittwoch auf dem von seinem Unternehmen veranstalteten Rüstungsgipfel. Dieser fand im Werk Manching statt, dem mit 6000 Mitarbeitenden wichtigsten Airbus-Standort für Militärflugzeuge. Mit Blick auf das nächste europäische Luftkampfsystem FCAS sagte er, dass die Zusammenarbeit in solchen Rüstungsprojekten kein Spaziergang sei.
Der Streit zwischen Airbus und dem französischen Rüstungsunternehmen Dassault um die Führungsrolle in der Entwicklung der nächsten Kampffluggeneration hat für einen Stillstand gesorgt. Nun suchen die deutsche und die französische Regierung nach einer Lösung, wie das Projekt fortgesetzt werden kann. Statt eines gemeinsamen Kampfflugzeugs erscheint es nun wieder möglich, dass es sowohl einen deutschen als auch einen französischen Jet geben wird.
Für das französische Kampfflugzeug wäre dann Dassault zuständig, für das deutsche die stark in Deutschland vertretene Airbus-Rüstungssparte. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Deren Chef, Michael Schöllhorn, hatte sich früher schon für die Variante der zwei Kampfjets starkgemacht.
Was Experten sagen
Einen deutschen Kampfjet unterstützt auch die IG Metall, um die Beschäftigung hierzulande zu sichern. Nun sagte Schöllhorn in Manching, dass er eine Lösung im Sinne der europäischen Zusammenarbeit erwarte. Dabei betonte er, dass das Kampfflugzeug nur eine Säule des Luftkampfsystems FCAS sei.
In allen anderen Säulen, zum Beispiel für unbemannte Luftkampfsysteme wie Drohnen, funktioniere die Zusammenarbeit unter den Partnern sehr gut. Airbus sieht größere Schwierigkeiten mit DassaultMit Blick auf Dassault sagte Schöllhorn, dass die Schwierigkeiten nun größer geworden seien, als es zum Start von FCAS im Jahr 2017 erwartet worden sei. „Wir glauben weiterhin sehr stark an FCAS“, stellte Airbus-Chef Faury klar.
Für ihn sei es auch ein Problem, dass das Projekt vor dem Ausbruch des Ukrainekriegs beschlossen worden sei. Durch die inzwischen größer gewordene Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung hätten sich die Anforderungen an FCAS verändert. „Es ist nun schwieriger, Kompromisse zu schließen“, sagte Faury.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




