
Fahrrad: Viele befürworten laut Umfrage eine Helmpflicht, aber nur wenige tragen einen
Auf dem Fahrrad Mehrheit der Deutschen befürwortet laut Umfrage eine Helmpflicht Viele Radfahrer tragen lieber keinen Helm, dafür nennen sie verschiedene Gründe. Gesetzlicher Zwang jedoch stößt auf erstaunlich hohe...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Auf dem Fahrrad Mehrheit der Deutschen befürwortet laut Umfrage eine Helmpflicht Viele Radfahrer tragen lieber keinen Helm, dafür nennen sie verschiedene Gründe. Gesetzlicher Zwang jedoch stößt auf erstaunlich hohe Zustimmung. 13 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Helme im Geschäft: Mehrheit der Befragten spricht sich für Helmpflicht aus Foto: Jens Büttner / dpa Mehr als jeder dritte Radfahrer verzichtet einer Umfrage zufolge auf einen Helm während der Fahrt. Besonders jüngere Menschen zwischen 18 und 29 Jahren tragen demnach keinen Kopfschutz, das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Sender RTL und n-tv.
Die Einzelheiten
Fast die Hälfte von ihnen lege nach eigenen Angaben keinen Helm an. Als häufigsten Grund gegen das Tragen nannten 42 Prozent aller Befragten kurze Fahrstrecken. Andere verwiesen auf unbequeme Helme (23 Prozent), auf Vergesslichkeit (21 Prozent), ein einengendes Gefühl (18 Prozent), vorsichtigen Fahrstil (17 Prozent) und Ästhetik (14 Prozent).
Jeweils etwas mehr als ein Drittel der 1003 Befragten gab bei der Umfrage an, entweder immer oder nie einen Helm zu tragen. Noch geringer als in der Umfrage erscheint der tatsächlich auf den Straßen gemessene Anteil der Radfahrer mit Helm. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen waren es 2025 innerorts 37 Prozent, spürbar weniger als in den Vorjahren.
Mehrheitlich mit Helm fuhren Menschen auf E-Bikes und sechs- bis zehnjährige Kinder. Besonders niedrig und stark rückläufig war der Anteil in den Altersgruppen zwischen 17 und 30 Jahren. Mehr Radfahrer sterbenHelme können bei Unfällen oder Stürzen das Risiko schwerer Kopfverletzungen verringern.
Was Experten sagen
Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes starben im vergangenen Jahr 462 Radfahrerinnen und -fahrer bei einem Unfall, darunter 217 mit einem Pedelec, das umgangssprachlich auch als E-Bike bezeichnet wird. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Jahr 2024. Mehr zum Thema Vergleich der Stiftung Warentest: 15-Euro-Fahrradhelm vom Discounter taugt mehr als deutlich teurere Modelle Im Vergleich zu 2015 nahm die Zahl der getöteten Radlerinnen und Radler hierzulande um 20,6 Prozent zu.
Der Anstieg sei auf die zunehmende Zahl von E-Bike-Nutzern zurückzuführen, erläuterte das Bundesamt. Bei wie vielen Unfällen ein Helm hätte schützen können, geht aus der Statistik nicht hervor. Eine Helmpflicht für Fahrradfahrer gibt es in Deutschland bisher nicht.
Laut der Umfrage befürworten allerdings 54 Prozent aller Befragten eine solche. Bei Fahrten mit E-Bikes waren sogar 66 Prozent dafür. Niederlande öffnen sich für HelmpflichtIn anderen Ländern muss dagegen Helm getragen werden – zumindest gilt das für bestimmte Altersgruppen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





