
FCAS-Projekt: Frankreich befürchtet deutsche Alleingänge
FCAS-Projekt : Frankreich befürchtet deutsche Alleingänge Von Michaela Wiegel, Paris 01.07.2026, 16:03Lesezeit: 3 Min. Eric Trappier, Chef von Dassault Aviation, bei der Eröffnung eines neuen Werks in Cergy nordwestlich...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. FCAS-Projekt : Frankreich befürchtet deutsche Alleingänge Von Michaela Wiegel, Paris 01. 2026, 16:03Lesezeit: 3 Min. Eric Trappier, Chef von Dassault Aviation, bei der Eröffnung eines neuen Werks in Cergy nordwestlich von Paris im SeptemberAFPDas Projekt für ein deutsch-französisches Kampfflugzeug ist gescheitert.
Paris arbeitet an einem Plan B – und Berliner Entscheidungen stoßen auf Kritik. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nach dem Aus für das gemeinsame Kampfflugzeug wachsen in Paris die Zweifel am Fortbestand anderer Gemeinschaftsprojekte mit Deutschland wie der digitalen Combat Cloud. Vor dem Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung des Senats bestätigte Dassault-Chef Eric Trappier am Mittwoch, dass der Abbruch des Flugzeugprojekts Auswirkungen auf alle anderen im Rahmen des „Future Combat Air System“ (FCAS) geplanten Projekte haben werde.
Die Einzelheiten
„Wir befinden uns gerade in der Phase der vertraglichen und rechtlichen Beendigung. Sie ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Trappier. Von der deutsch-französischen Missstimmung zeigten sich Senatoren aller Parteien beunruhigt.
Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte am Mittwoch kurzfristig eine Reise nach Paris ab. Eigentlich sollte er gemeinsam mit dem ehemaligen Verteidigungsminister, Premierminister Sébastien Lecornu, in der deutschen Botschaft in Paris auftreten. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Bei der Senatsanhörung des Dassault-Chefs stand die Frage im Vordergrund, wie Frankreich ein Kampfflugzeug der sechsten Generation ohne einen finanzstarken deutschen Partner entwickeln könnte. Die Nachfragen der Senatoren waren geprägt von der Sorge, dass Deutschland künftig nationale Lösungen favorisiert. Helsing-Auftrag als „Provokation“Als „Provokation“ bezeichnete ein rechtsbürgerlicher Senator die jüngste Berliner Entscheidung, dem Rüstungsunternehmen Helsing einen Auftrag zur Entwicklung der digitalen Grundlage für künftige Luftkampfsysteme zu übertragen.
Was Experten sagen
Trappier bestätigte, dass dies eine Fortführung einer deutsch-französisch-spanischen Combat Cloud unwahrscheinlicher mache. Er verwies auch auf den für die Bundeswehr entwickelten eigenen Satellitenschwarm, der in Konkurrenz zum europäischen Projekt Iris 2 steht. Der Chef des französischen Rüstungsunternehmens Dassault äußerte in der Anhörung Bedauern über das Scheitern des Kampfflugzeugs.
„Ich bin traurig und enttäuscht, dass es uns nicht gelungen ist, gemeinsam ein flugfähiges Flugzeug zu definieren“, sagte er. Die gesamte Arbeit der vergangenen neun Jahre werde aber genutzt werden, etwa bei Aerodynamik, Tarnkappeneigenschaften und Nutzlast. Trappier führte das Scheitern auf den Einstieg Spaniens zurück, womit sich das Gleichgewicht zugunsten von Airbus verschoben habe und es Dassault nicht mehr möglich gewesen sei, die vereinbarte Rolle als Architekt auszuüben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




