
Finnische Außenministerin: „Für Gespräche mit russischen Politikern ist die Zeit noch nicht reif“
Finnische Außenministerin : „Für Gespräche mit russischen Politikern ist die Zeit noch nicht reif“ Von Matthias Wyssuwa 28.06.2026, 13:20Lesezeit: 4 Min. Finnlands Außenministerin Elina Valtonen im Mai in...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Finnische Außenministerin : „Für Gespräche mit russischen Politikern ist die Zeit noch nicht reif“ Von Matthias Wyssuwa 28. 2026, 13:20Lesezeit: 4 Min. Finnlands Außenministerin Elina Valtonen im Mai in BrüsselImagoDie finnische Außenministerin Elina Valtonen spricht über neue russische Einschüchterungsversuche und warnt davor, schon wieder über Handelsbeziehungen mit Russland nachzudenken.
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Frau Außenministerin, gerade sollen sich mehrere russische Satelliten einem finnischen Radarsatelliten auffällig genähert haben im All – ein russischer Einschüchterungsversuch? Russland nutzt eine große Vielfalt von Einschüchterungsmaßnahmen, und ich wäre nicht überrascht, wenn das, was jetzt im All geschehen ist, nicht auch ein Teil von dieser Kampagne wäre. Zudem ist es sehr unwahrscheinlich, so nah an einen Radarsatelliten zu fliegen, wenn man es nicht beabsichtigt.
Die Einzelheiten
Aber aus finnischer Perspektive ist das alles nicht neu, sondern eher eine weitere Aufforderung für uns alle in Europa, einfach nur einen kühlen Kopf zu bewahren und unseren Kurs aus den vergangenen Jahren beizubehalten. Wenn Sie von einem kühlen Kopf sprechen: Gerade hat Ihr Präsident Alexander Stubb auch vor zu viel Panik gegenüber einer russischen Bedrohung gewarnt. Es sei vielmehr Teil der hybriden Aktionen der Russen, Europa zu verunsichern.
Für ihn weist aber offenbar nichts darauf hin, dass ein russischer Angriff bevorsteht, um Artikel 5 der NATO zu testen. Viele Ihrer Nachbarn im Norden sind da deutlich nervöser. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Ich teile die Einschätzung unseres Präsidenten. Aus finnischer Perspektive ist das, was sich hier in den letzten Monaten und Jahren entfaltet hat, von russischer Seite gar nicht neu. Das gehört lange schon zu Russlands Außen- und Sicherheitspolitik, dass sie ab und zu Schwachstellen von anderen Ländern prüfen, um sie nervös zu machen.
Was Experten sagen
Heute schaffen die Russen das mit hybrider Kriegsführung auch weit über die eigenen Nachbarländer hinaus. Dort ist man das vielleicht noch nicht so gewohnt wie bei uns. Aber wir Finnen wissen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen dürfen.
Wir müssen unseren Kurs fortsetzen: weiter auf Verteidigung und Abschreckung setzen. Und auch wenn wir alle vor dem Krieg mal andere Hoffnungen hatten mit Blick auf Russland und geschäftliche Kontakte, ist jetzt absolut nicht die Zeit, wieder an Handelsbeziehungen zu denken oder an politische Beziehungen. Deutschland hat eine Zeitenwende geschafft, Europa auch.
Jetzt darf es nicht wieder eine Zeitenwende geben, die uns im schlimmsten Fall in eine Situation zurückführt, wie wir sie vor dem Krieg hatten, als wir viel zu oft ein Auge zugedrückt haben bei Moskaus Verhalten. Wir müssen weiter Druck ausüben. An wen denken Sie bei dieser Warnung?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





