
Flexibler Stromverbrauch: Die klugen Stromzähler kommen – und eine Billigvariante
Flexibler Stromverbrauch : Die klugen Stromzähler kommen – und eine Billigvariante Von Nadine Bös , Hanna Decker 03.07.2026, 12:38Lesezeit: 4 Min. Beschleunigter Ausbau: Intelligente Stromzähler ermöglichen eine...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Flexibler Stromverbrauch : Die klugen Stromzähler kommen – und eine Billigvariante Von Nadine Bös , Hanna Decker 03. 2026, 12:38Lesezeit: 4 Min. Beschleunigter Ausbau: Intelligente Stromzähler ermöglichen eine genauere Abrechnung des Verbrauchs, wie hier in der Schweiz.
Picture AllianceÜberfälliger Modernisierungsschub oder riskante Scheinlösung? Über die Beschlüsse von Union und SPD zu Ausbau und Digitalisierung der Stromnetze klaffen die Bewertungen weit auseinander. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Bei Octopus Energy in München knallten am Donnerstag die Sektkorken, zumindest im übertragenen Sinne.
Die Einzelheiten
Jahrelang hatte das Münchner Start-up gemeinsam mit seinen Wettbewerbern, den Stromanbietern Tibber, Ostrom und Rabot Energy, für eine Einführung des „Smart Meter light“ gekämpft, um Börsenstrompreise in Echtzeit an ihre Kunden weitergeben zu können. Anders als die teureren „echten“ Smart Meter erlauben sie zwar eine genauere Messung des Stromverbrauchs, aber keine Steuerung von Wallbox, Wärmepumpe, Heimspeicher und Co. Nun haben Union und SPD im Koalitionsausschuss am Mittwochabend beschlossen: Die (nicht ganz so) intelligenten Messsysteme kommen – und sollen Kunden dabei helfen, „kostengünstig und cybersicher ihre Stromrechnung zu optimieren“, wie es im Beschlusspapier heißt.
Hintergrund ist, dass Deutschland sich bislang sehr schwertut mit der Digitalisierung seiner Stromnetze. Um Preisspitzen am Strommarkt zu dämpfen und den Netzausbaubedarf zu reduzieren, soll Strom in Zukunft stärker dann verbraucht werden, wenn er in großen Mengen vorhanden ist, auch von privaten Haushalten. Sie sollen Elektroautos zum Beispiel idealerweise mittags laden, wenn viel Solarstrom zur Verfügung steht, oder nachts, wenn der Verbrauch niedrig ist.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Für einen solch flexiblen Stromverbrauch sind intelligente Stromzähler (Smart Meter) notwendig – doch die sind in Deutschland Mangelware. Während in Frankreich, Italien oder Spanien schon heute praktisch jeder Haushalt mit dieser Technik ausgestattet ist, sind es in Deutschland erst 5,5 Prozent.
Was Experten sagen
Die Bundesregierung möchte den Ausbau jetzt durch zwei Maßnahmen beschleunigen. Ehrgeizigere FristenErstens sollen bis Ende 2030 mindestens 90 Prozent der Haushalte, die das größte „Flexibilitätspotential“ haben, mit der Technik ausgestattet sein. Nämlich diejenigen, die mehr als 6000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen oder eine steuerbare Wärmepumpe oder ein Elektroauto besitzen.
Bislang war hier als Zieljahr 2032 festgelegt. Auch die EU-Kommission dringt auf einen schnelleren Roll-out, wie die F. Mitte Juni exklusiv berichtete.
Zweitens: Weil diese Geräte sehr teuer sind und der Roll-out entsprechend mühsam ist, soll nach dem Willen von Schwarz-Rot nun für alle anderen Haushalte der „Smart Meter light“ etabliert werden.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



