
Focused Energy: Hessener Start-up wirbt mehr als 200 Millionen Euro für Kernfusion ein
Energieversorgung in Deutschland Hessisches Start-up wirbt mehr als 200 Millionen Euro für Kernfusion ein Im Rennen um das erste Laserkernfusionswerk der Welt spielt auch ein Start-up aus Hessen mit. Jetzt hat »Focused...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Energieversorgung in Deutschland Hessisches Start-up wirbt mehr als 200 Millionen Euro für Kernfusion ein Im Rennen um das erste Laserkernfusionswerk der Welt spielt auch ein Start-up aus Hessen mit. Jetzt hat »Focused Energy« einen Millionenbetrag zugesagt bekommen. 17 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Hier soll ein Laserfusionskraftwerk entstehen: Biblis in Hessen (Entwurfsillustration) Focused Energy Kein CO₂, kaum radioaktiver Müll: Das südhessische Kernfusions-Start-up Focused Energy hat 240 Millionen Dollar (rund 206 Millionen Euro) zur Weiterentwicklung seiner Technologie eingeworben. Am einstigen Kernkraft-Standort Biblis soll das erste Laserfusionskraftwerk der Welt entstehen.
Die Einzelheiten
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) bezeichneten die Zusage als großen Schritt, um Hessen zu einem führenden Standort für Spitzenforschung und Entwicklung der laserbasierten Kernfusion auszubauen. Die Mittel kommen laut einer Mitteilung der Staatskanzlei unter anderem von RWE, der Bundesagentur für Sprunginnovationen sowie europäisch und hessisch kontrollierten Förderfonds. Der Lead-Investor Prime Movers Lab stammt aus den USA.
Lasertechnologie versus MagnetkäfigFocused Energy arbeitet derzeit an Prototypen für die wichtigsten Komponenten eines Laserfusionskraftwerks. 2035 soll auf dem Gelände des früheren Atomkraftwerks in Biblis ein funktionsfähiges Kraftwerk stehen, also eines, das mehr Energie liefert, als es im Erzeugungsprozess verschlingt. Das 2021 aus der TU Darmstadt hervorgegangene Start-up hat dazu im vergangenen Frühjahr eine Absichtserklärung mit dem Bundesland Hessen und RWE unterzeichnet.
Der Essener Energiekonzern ist damit als ehemaliger Betreiber von Atomkraftwerken sowohl an einem Laserfusions- als auch an einem Magnetfusionsprojekt beteiligt. Wissenschaftler arbeiten seit Jahrzehnten an der Idee, per Kernfusion Energie zu erzeugen, also mit der Energie, die frei wird, wenn zwei Wasserstoffkerne zu einem Heliumkern verschmelzen. Seit einigen Jahren liefern sich Start-ups aus den USA, Kanada, China und Europa einen Wettlauf um eine mögliche Kommerzialisierung der Fusionsenergie.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Magnetfusionskraftwerke: Ist das Deutschlands Energieversorgung der Zukunft? Von Martin Hesse Energie der Zukunft: Baut Deutschland den ersten Kernfusionsreaktor der Welt? Von Martin Hesse und Benedikt Müller-Arnold Kernfusionsreaktoren: Unternehmen wollen die Kraft der Sonne auf der Erde entfesseln Von Johann Grolle Dabei haben sich zwei Lager gebildet.
Eine Gruppe arbeitet mit Lasertechnologie. Eine andere setzt auf eine Art Magnetkäfig, in dem die Verschmelzung der Wasserstoffkerne stattfinden soll, darunter das von RWE und dem Freistaat Bayern geförderte Unternehmen Proxima Fusion.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





