
Frank Stronach: 93-jähriger Milliardär wegen sexueller Übergriffe schuldig gesprochen
Unternehmer und Parteigründer 93-jähriger Milliardär Frank Stronach wegen sexueller Übergriffe schuldig gesprochen Der austrokanadische Geschäftsmann und Ex-Politiker Frank Stronach wurde wegen eines »unsittlichen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Unternehmer und Parteigründer 93-jähriger Milliardär Frank Stronach wegen sexueller Übergriffe schuldig gesprochen Der austrokanadische Geschäftsmann und Ex-Politiker Frank Stronach wurde wegen eines »unsittlichen Übergriffs« und sexueller Nötigung schuldig gesprochen. Die vorgeworfenen Taten reichen bis ins Jahr 1977 zurück. 00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Milliardär Stronach: Die vorgeworfenen Taten reichten bis ins Jahr 1977 zurück Foto: Chris Young / The Canadian Press / AP Der österreichisch-kanadische Unternehmer und Milliardär Frank Stronach ist in Kanada wegen sexueller Übergriffe schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in Toronto fällte den Schuldspruch gegen den 93-Jährigen am Freitag.
Die Einzelheiten
Das Strafmaß soll Mitte September verkündet werden. Bis dahin bleibt der Gründer des Automobilteile-Herstellers Magna auf freiem Fuß. Im Prozess hatten sieben Klägerinnen gegen den Milliardär ausgesagt.
Die vorgeworfenen Taten, darunter Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und sexuelle Nötigung, reichten bis ins Jahr 1977 zurück. Schuldig gesprochen wurde er jedoch nur in zwei Punkten: »unsittlicher Übergriff« und sexuelle Nötigung. Drei Vorwürfe einer Klägerin wurden fallen gelassen, weil das Gericht die Aussage der Frau als nicht glaubhaft einstufte.
Weitere Anklagepunkte zog die Staatsanwaltschaft mangels Beweisen zurück. Stronach bestritt alle Vorwürfe. Der in Österreich geborene Stronach wurde zu einem der vermögendsten Menschen Kanadas, als er 1957 die Firma Magna gründete und sie zu einem der weltweit größten Lieferanten von Autoteilen aufbaute.
Was Experten sagen
Im Alter von 80 Jahren gab der Milliardär die Führung des Unternehmens ab und kehrte in seine Heimat Österreich zurück. Mehr zum Thema Frank Stronach: Vergewaltigungsvorwürfe gegen Ex-Magna-Chef Stronach-Rückzug aus Wiener Nationalrat: Ende des Frankschämens Von Björn Hengst Österreichischer Politiker Stronach: Der Milliardär will nicht mehr Von Björn Hengst Dort sorgte er mit kuriosen Projekten für Aufsehen: mit einem Freizeitpark, den er mitten in einem Überflutungsgebiet bei Wien errichten wollte, einem Konzept für die österreichische Bundesliga, mit dem er seine Heimat zum Fußball-Weltmeister machen wollte, oder dem Energydrink »Frank’s«, der mit dem Slogan »Keeps you yodeling all night long« dem österreichischen Getränkehersteller Red Bull Konkurrenz machen sollte. Alle Projekte scheiterten früher oder später.
2012 gründete der Milliardär die Partei »Team Stronach«. Im Wahlkampf für den Nationalrat folgten gleich mehrere bizarre Liveauftritte im Fernsehen, wo er etwa Moderatoren beschimpfte oder die Todesstrafe für »Berufsmörder« forderte. Seine Partei löste sich wenige Jahre später wieder auf.
Bereits 2018 hatte Stronach mit einem Rechtsstreit für Schlagzeilen gesorgt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





