
Frankreich: Gaskraftwerk muss wegen Hitze im Mittelmeer vom Netz
Kühlwasser Französisches Gaskraftwerk muss wegen Hitze im Mittelmeer vom Netz Wegen extremer Hitze mussten in Frankreich bereits Kernkraftwerke gedrosselt oder abgeschaltet werden. Erstmals in diesem Sommer muss nun...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Kühlwasser Französisches Gaskraftwerk muss wegen Hitze im Mittelmeer vom Netz Wegen extremer Hitze mussten in Frankreich bereits Kernkraftwerke gedrosselt oder abgeschaltet werden. Erstmals in diesem Sommer muss nun auch ein Gaskraftwerk den Betrieb einstellen. 32 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Gaskraftwerk in Martigues: Anlage von Netz Foto: Moura F / Alpaca / Andia / Universal Images Group / Getty Images aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Wegen der hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer hat der französische Energiekonzern EDF am späten Donnerstagabend ein Gaskraftwerk in Südfrankreich vom Netz genommen.
Die Anlage in Martigues mit einer Leistung von 930 Megawatt wurde abgeschaltet, da der Zugang zu Kühlwasser eingeschränkt war. Damit musste in diesem Sommer zum ersten Mal ein französisches Gaskraftwerk hitzebedingt den Betrieb einstellen. Zuletzt war das im Jahr 2022 der Fall.
Der Ausfall verschärft die angespannte Lage der französischen Energieversorgung. Während Gaskraftwerke nur einen kleinen Teil der französischen Energieversorgung ausmachen, liefert Kernkraft rund 70 Prozent des Stroms. Die europaweite Hitzewelle hatte allerdings zur Folge, dass sich das Wasser in Flüssen stark erwärmte – Kernkraftwerke in Frankreich mussten daher gedrosselt oder vom Netz genommen werden.
Was Experten sagen
Denn ein Atomkraftwerk wandelt nur einen Teil der Reaktorwärme in Strom um; der Rest fällt als Abwärme an und wird meist über Kühlwasser abgeführt. Damit Flüsse oder Küstengewässer nicht zusätzlich überhitzt werden, gelten standortbezogene Grenzwerte für Einleittemperaturen und Temperaturerhöhungen. Wenn diese Vorgaben wegen Hitze oder Niedrigwasser nicht mehr eingehalten werden können, müssen Betreiber die Leistung drosseln oder Anlagen vorübergehend vom Netz nehmen.
Ungewöhnlich viele Reaktoren betroffenIn Frankreich fehlen zuletzt bereits 4,9 Gigawatt an Kernkraftkapazität, weitere 2,5 Gigawatt sind durch niedrige Wasserstände nicht verfügbar. Die aktuellen Kapazitätsverluste entsprechen etwa 14 Prozent der gesamten Kernkraftkapazität des Landes. Mehr zum Thema Umweltminister Carsten Schneider: »Wir werden ernsthafte Konflikte um Wasser haben – auch in Deutschland«Ein Interview von Sophie Garbe und Andreas Niesmann 9 Min Zur Merkliste hinzufügen 9 Min Zur Merkliste hinzufügen Heftige Brände in Europa: Diese Feuersaison begann ungewöhnlich früh und intensiv.
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