
Frieden durch Käse - Alles Gute vom SPIEGEL
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern Michaël Belissa und die französische Unesco-Botschafterin Ahlem Gharbi Foto: Sara Kontar / DER SPIEGEL Alles Gute vom SPIEGEL Alles Käse – und das ist gut so Von Jan Petter Herzlich willkommen zu Alles Gute, dem SPIEGEL-Newsletter mit ausschließlich guten Nachrichten. Schön, dass Sie da sind! 07 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (7 Minuten) 7 Min X.
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Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Heute möchte ich Ihnen eine Geschichte erzählen, in der es viel um Käse geht und doch um viel mehr als nur würziges Essen.
Mein Kollege Leo Klimm hat sie in Frankreich recherchiert, wo er seit vielen Jahren lebt. Im Pariser Vorort Clichy hat er Michaël Belissa getroffen, der dort handgeschöpften Camembert verkauft, würzigen Bergkäse aus der Schweiz, auch guten Pecorino. Und der sagt: »Ich verkaufe keinen Käse, ich verkaufe Geselligkeit.
«Was nach eleganter Werbung klingt, nach französischer Folklore, ist tatsächlich viel mehr. Belissa ist ein Diplomat, ein Vermittler, der mit Käse unterschiedlichste Menschen zusammenbringt. Gemeinsam mit der französischen Unesco-Botschafterin nutzt er seit Jahren das kulinarische Erbe seines Landes, um Verbindungen zu knüpfen.
Was Experten sagen
»Er verkörpert einerseits oft eine Region oder ein Land, andererseits schließt es niemanden aus«, sagt die Spitzendiplomatin von der Unesco. Im Gegensatz etwa zu Alkohol. Oder zu Schweinefleisch.
Mit einem Käsefestival haben die beiden über mehrere Jahre das Verhältnis zwischen Frankreich und Algerien aufgebessert. Es gab Verkostungen, Kurse zum Kochen und zum Servieren der Milchspezialitäten, Workshops zu Herstellungstechniken und Wettbewerbe, bei denen die besten Käser beider Länder aufeinandertrafen. »Am Anfang haben wir Misstrauen gespürt«, erzählt Belissa.
»Dann haben die Leute gemerkt, dass wir da sind, um gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. « Bild vergrößern Französische Käseplatte: Ein Brett, etwas Käse – und vier Seiten, von denen aus man sich neu begegnen kann Foto: Sara Kontar / DER SPIEGEL Die französische Gourmetkultur gilt bisweilen als elitär und exklusiv. Doch beim Käsefestival, so sagen die beiden, seien Hunderte Menschen zusammengekommen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





