
Fußball der Frauen: DFB und Bundesliga einigen sich auf Ausgliederung
Kompromiss im Fußball der Frauen »Historischer Schritt« – Bundesliga einigt sich nach Streit mit DFB auf Ausgliederung Der befürchtete Bruch mit dem DFB bleibt aus, trotzdem löst sich die Fußball-Bundesliga der Frauen...
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Kompromiss im Fußball der Frauen »Historischer Schritt« – Bundesliga einigt sich nach Streit mit DFB auf Ausgliederung Der befürchtete Bruch mit dem DFB bleibt aus, trotzdem löst sich die Fußball-Bundesliga der Frauen vom Dachverband. Der Schritt soll die Clubs international wettbewerbsfähiger machen. 10 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Die Spielerinnen des FC Bayern München feiern den Gewinn der Meisterschaft Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa Die Frauen-Bundesliga wird ab Sommer 2027 nicht mehr vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) organisiert. Der DFB hat sich mit dem Ligaverband FBL auf einen Grundlagenvertrag zur Ausgliederung verständigt.
Die Einzelheiten
Nach einer Übergangssaison 2026/2027 soll die Verantwortung zum 1. Juli 2027 vom DFB auf den FBL übergehen. Das Modell orientiert sich an der Struktur der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Männerfußball.
Im Dezember hatten die 14 Vereine der Frauen-Bundesliga überraschend erklärt, den Ligaverband ohne den DFB gründen zu wollen. Der befürchtete Bruch der deutschen Topteams mit dem Dachverband bleibt trotz der Ausgliederung aus. Der Grundlagenvertrag regelt die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Beziehungen zwischen DFB und FBL zunächst für sieben Jahre.
Nach Angaben des FBL sollen in dieser Zeit über 20 Millionen Euro vom DFB an den Ligaverband fließen. Vorgesehen ist zudem ein Sitz der FBL-Präsidentin im DFB-Präsidium. Bild vergrößern FBL-Präsidentin Katharina Kiel Foto: Michael Brandt / dpa FBL-Präsidentin Katharina Kiel sprach von einem »historischen Schritt« für den professionellen Fußball der Frauen in Deutschland.
Was Experten sagen
»Wir werden die Zukunft der Liga künftig aus eigener Kraft gestalten – mit klarer Verantwortung der Clubs, professionellen Strukturen und dem Anspruch, international wettbewerbsfähiger zu werden. «Vereinbart wurden unter anderem ein vom FBL zu zahlender Pachtzins sowie ab dem vierten Vertragsjahr finanzielle Beiträge, etwa aus Ticketeinnahmen, an die Landesverbände. Der DFB will nach eigenen Angaben weiterhin die Abstellung von Nationalspielerinnen vergüten und in die Professionalisierung des Schiedsrichterwesens sowie in zertifizierte Nachwuchsleistungszentren investieren.
Mehr zum Thema Eklat in der Frauen-Bundesliga: Jetzt müssen die Vereine zeigen, wie ernst es ihnen ist Ein Kommentar von Marcus Krämer Überraschung nach EM-Vergabe: »Nicht akzeptable Forderungen« – Fußball-Bundesliga der Frauen will Ligaverband ohne DFB gründen DFB-Präsident Bernd Neuendorf nannte die Einigung einen »tragfähigen Kompromiss«. DFB-Generalsekretär Holger Blask sagte, klare Zuständigkeiten seien hauptsächlich für die Vermarktung notwendig. Schon im Herbst geht es um einen neuen Medienrechtevertrag, den der FBL verhandeln soll.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





