
Gedenken an Massaker von Jedwabne von rechtsextremen Protesten überschattet
In Polen Gedenken an Massaker von Jedwabne von rechtsextremen Protesten überschattet Angestiftet von den deutschen Besatzern, haben polnische Bauern 1941 in Jedwabne etwa 300 Juden bei lebendigem Leib verbrannt....
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: In Polen Gedenken an Massaker von Jedwabne von rechtsextremen Protesten überschattet Angestiftet von den deutschen Besatzern, haben polnische Bauern 1941 in Jedwabne etwa 300 Juden bei lebendigem Leib verbrannt. Rechtsextreme haben eine Gedenkzeremonie nun gestört. 27 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Rechtsextreme Demonstranten in Jedwabne Foto: Wojtek Radwanski / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten 85 Jahre nach dem Massaker an Juden im polnischen Jedwabne haben Bürger, Politiker und Vertreter der jüdischen Gemeinde Polens der Opfer gedacht.
Unweit der Gedenkfeier an den Überresten der Scheune, in der Bauern während der deutschen Besatzung etwa 300 Juden zusammengetrieben und bei lebendigem Leib verbrannt hatten, kamen am Freitag etwa tausend Menschen zu einer von rechtsextremen Parteien organisierten Gegenveranstaltung zusammen. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot präsent. Neben dem Massaker in der Scheune waren am 10.
Juli 1941 auch etwa 40 weitere Juden in Jedwabne getötet worden. Eine polnische Historikerkommission kam 2003 zu dem Schluss, dass Polen für das Verbrechen verantwortlich waren, angestiftet von den deutschen Besatzern. Zuvor war das Massaker lange Zeit den Deutschen angelastet worden.
Was Experten sagen
Der polnische Oberrabbiner Michael Schudrich rief während des Gedenkens zu Einheit auf und lud die Teilnehmer ein, gemeinsam die Namen der getöteten Juden zu verlesen. »Das hat nichts zu tun mit einem Angriff auf die polnische Identität«, sagte er. »Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, kann man sehr viel ehrlicher in die Zukunft gehen.
« Bild vergrößern Gedenkzeremonie in Jedwabne Foto: Wojtek Radwanski / Polens Ministerpräsident Donald Tusk, der selbst nicht nach Jedwabne gereist war, erklärte, der Jahrestag sei eine »Lektion« für das nationale Gewissen Polens. »Ich möchte, dass alle Polen die Verantwortung für das übernehmen, auf das wir stolz sind und das wir voll und ganz verdienen, aber dass wir auch in der Lage sind, mit der gleichen Solidarität, die Verantwortung für das zu übernehmen, das uns nicht zur Ehre gereicht. « Mehr zum Thema Prozess gegen polnische Historiker: Holocaustforscher müssen sich entschuldigenVon Jan Puhl 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Rechtsextreme Parteien hatten zu einer Gegenkundgebung aufgerufen, zudem wurde eine katholische Messe abgehalten.
Nationalistische Gruppen bezweifeln ungeachtet der Erkenntnisse der Historikerkommission weiterhin, dass das Massaker von Polen verübt wurde. Sie fordern die Exhumierung der Opfer, was von jüdischer Seite aufgrund religiöser Gründe abgelehnt wird.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





