
Gehirnschäden: Wie gefährlich sind Kopfbälle?
Gehirnschäden : Wie gefährlich sind Kopfbälle? Von Laura Fräulin 29.06.2026, 12:13Lesezeit: 3 Min. Kopfball ins Glück: Gegen Algerien köpft Saša Kalajdžić die Österreicher in der 96. Minute ins Sechzehntelfinale.EPAAuch...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Gehirnschäden : Wie gefährlich sind Kopfbälle? Von Laura Fräulin 29. 2026, 12:13Lesezeit: 3 Min.
Kopfball ins Glück: Gegen Algerien köpft Saša Kalajdžić die Österreicher in der 96. Minute ins Sechzehntelfinale. EPAAuch mit der Stirn lässt sich der Ball mit Wucht ins Tor befördern.
Die Einzelheiten
Die Folgen für das Gehirn sind schon nach wenigen Aktionen messbar. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Steigt der Spieler genau im richtigen Moment hoch, um einen Ball mit dem Kopf zu spielen, sieht das meist beeindruckend aus. Den Österreichern gelang das in ihrem letzten Gruppenspiel gleich doppelt.
Minute köpfte Michael Gregoritsch den Ball als Vorlage auf Saša Kalajdžić, der den Ball dann ebenfalls per Kopf ins Tor beförderte. So sicherten beide ihrer Nationalmannschaft den Einzug ins Sechzehntelfinale – in letzter Minute. Nachmachen sollte man es trotzdem nicht.
Denn wer als Fußballer häufig den Kopf hinhält, hat ein höheres Risiko, später an Demenz oder Alzheimer zu erkranken. Das zeigen Beobachtungsstudien an ehemaligen Spielern schon länger. Fraglich war bisher, was genau zu den neurodegenerativen Erkrankungen führte: Liegt es an Stürzen auf den Kopf, Zusammenstößen mit Mitspielern, oder reichen schon Kopfbälle aus, um langfristig Schäden anzurichten?
Was Experten sagen
Immerhin sind sie weniger heftig als etwa Faustschläge beim Boxen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Dass schon ein bis zwei Kopfbälle pro Spiel genügen können, um das Gehirn zu schädigen, legt nun eine aktuelle Studie aus den Niederlanden nahe: Wissenschaftler des Amsterdam University Medical Centers rekrutierten 302 Hobbykicker und organisierten insgesamt elf Spiele.
Kopfbälle wurden nicht unter Laborbedingungen untersucht, sondern passierten im natürlichen Spielgeschehen, und zwar relativ häufig: 72 Prozent der Spieler waren an mindestens einer Kopfballaktion beteiligt, wie die Videoanalysen ergaben. Im Vergleich zum Rest zeigten die Blutproben bei diesen Spielern erhöhte Konzentrationen zweier Marker, die auf neuronale Schädigungen hindeuten, S100B und p-Tau 217. Beide Werte fielen umso höher aus, je mehr Kopfbälle ein Spieler hatte und je heftiger diese waren.
24 bis 48 Stunden später waren die Konzentrationen der Marker allerdings wieder auf ein normales Niveau gesunken. Im Magazin „JAMA Neurology“ schreiben die Autoren, dass beide Marker auf Verletzungen am Zytoskelett, also am Gerüst des Nervengeflechts und unterstützender Zellen, hinweisen. Insbesondere p-Tau 217 wird mit der Entstehung von Alzheimer in Verbindung gebracht.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




