
Genua-Brücke: Gericht verurteilt Ex-Chef der Autobahngesellschaft zu zwölf Jahren Haft
Eingestürzte Brücke in Genua – Gericht verurteilt Ex-Chef der Autobahngesellschaft zu zwölf Jahren Haft 43 Menschen kamen 2018 ums Leben, als in Genua die Morandi-Autobahnbrücke einstürzte. Nun geht der Mammutprozess in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Eingestürzte Brücke in Genua – Gericht verurteilt Ex-Chef der Autobahngesellschaft zu zwölf Jahren Haft 43 Menschen kamen 2018 ums Leben, als in Genua die Morandi-Autobahnbrücke einstürzte. Nun geht der Mammutprozess in dem Fall zu Ende – mit einer Haftstrafe für den Hauptangeklagten. 46 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Die eingestürzte Morandi-Brücke am 14. August 2018 Foto: Stefano Rellandini / Der Einsturz der Morandi-Brücke in Genua erschütterte 2018 ganz Italien, 43 Menschen kamen ums Leben.
Die Einzelheiten
Exprtertenuntersuchungen belegten, dass die Brücke mangehalft gewartet worden und schwer beschädigt war. Acht Jahre später hat das zuständige Gericht nun 32 der 57 Angeklagten in dem Fall schuldig gesprochen. Das Gericht sprach den früheren Topmanager der Autobahngesellschaft Autostrade per l'Italia, Giovanni Castellucci, schuldig und verurteilte ihn zu zwölf Jahren Haft.
Der 66-Jährige sitzt wegen eines tödlichen Busunglücks auf einer anderen Autobahn bereits im Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen Castellucci 18 Jahre und 6 Monate Haft gefordert. Sie legte dem einstigen Topmanager zur Last, bereits seit 2009 von Mängeln gewusst zu haben.
Die Anklage beschrieb ihn als Alleinherrscher, der das Unternehmen wie sein »Königreich« geführt habe. Wichtiger als eine sichere Infrastruktur sei ihm der Profit gewesen. Die Verteidigung hingegen sprach von einem nicht erkennbaren Konstruktionsfehler an einem der Pfeiler.
Was Experten sagen
Castellucci selbst sagte: »Ich fühle mich verantwortlich, aber nicht schuldig. « Trotz des massiven öffentlichen Drucks trat er als Chef der Autobahngesellschaft Autostrade per l'Italia (ASPI) erst ein Jahr nach der Katastrophe zurück – gegen eine Abfindung von 13 Millionen Euro. Inzwischen wurde er bereits wegen eines anderen Unglücks auf einer ASPI-Autobahn zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Dabei kamen 2013 in Süditalien 40 Menschen ums Leben, als ein Bus auf einer Brücke durch die Leitplanken brach. Bild vergrößern Blick in den Gerichtssaal in Genua Foto: Marco Bertorello / Zum Abschluss des vierjährigen Gerichtsverfahrens wurde außerdem der für Instandhaltung zuständige Aspi-Manager Michele Mitelli zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Die frühere Nummer zwei des Unternehmens, Paolo Berti, soll für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis.
Autos und Lastwagen stürzten 45 Meter tiefIn Genua war am 14. 36 Uhr die Brücke Ponte Morandi, die seit mehr als einem halben Jahrhundert mitten durch die Stadt führte, plötzlich zusammengekracht. Auf einer Strecke von 200 Metern stürzte die Fahrbahn nach unten.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





