
Gewalt gegen Migranten: Der 30. Juni versetzt alle in Panik
Gewalt gegen Migranten : Der 30. Juni versetzt alle in Panik Von Claudia Bröll, Durban 26.06.2026, 22:27Lesezeit: 7 Min. Frauen suchen auf dem Gelände „Durban Drive-In“ Zuflucht vor ausländerfeindlichen MobsLishen...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Gewalt gegen Migranten : Der 30. Juni versetzt alle in Panik Von Claudia Bröll, Durban 26. 2026, 22:27Lesezeit: 7 Min.
Frauen suchen auf dem Gelände „Durban Drive-In“ Zuflucht vor ausländerfeindlichen MobsLishen AcharyEine fremdenfeindliche Bewegung in Südafrika hat allen „illegalen“ Ausländern eine Frist für die Ausreise gesetzt. Allein in Durban suchen Tausende einen Weg, das Land zu verlassen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Stimmung auf dem Hügel in Umlazi, einem ärmeren Viertel von Durban, könnte kaum besser sein.
Die Einzelheiten
Ein paar Hundert Frauen und Männer haben sich dort unter dem weiten Blätterdach alter Bäume versammelt. Viele tragen die Tracht der Zulus mit Fellen und Federn, einige haben sich in südafrikanische Flaggen gehüllt. Sie warten auf den Stargast dieses Protestmarschs: Ngizwe Mchunu.
Er ist einer der Anführer der Antimigrationsbewegung March and March. Der frühere DJ weiß, wie man die Massen mobilisiert – mit markigen Sprüchen und einem Social-Media-Team im Hintergrund. Nur drei Tage vorher hat ihn ein Gericht in Johannesburg wegen Hetzrede zu einer Geldstrafe und 20 Unterrichtsstunden über Menschenrechte verurteilt, weil er auf einem Marsch Homosexuelle beschimpft hatte.
Weder seine Ansichten noch das Urteil haben seinem Ansehen geschadet, wie man an der Begeisterung der Leute auf dem Hügel in Durban erkennt, als Mchunu bei strahlendem Sonnenschein in einem dunklen Geländewagen vorfährt. Schon aus der Entfernung sind sein breites Lachen und der üppige Federschmuck im Nacken zu erkennen. Ngizwe Mchunu am Montag am Ende eines Protestmarschs gegen Einwanderer in DurbanClaudia BröllSeit Monaten heizt March and March in Südafrika die Wut auf afrikanische Einwanderer an.
Was Experten sagen
Phasen, in denen sich Fremdenfeindlichkeit in der „Regenbogennation“ zeigte, gab es immer wieder. Doch die Parolen dieser neuen Bewegung stoßen auf besondere Resonanz. Berichte mehren sich, ihre Anhänger gingen von Tür zu Tür und forderten ausländische Bewohner auf, ihre Sachen zu packen.
In Durban hängen an Hauswänden Zettel mit Sprüchen wie „Zeit zu gehen“. Vor gut einem Jahr tauchte die Gruppe erstmals auf. Mit Protestmärschen im ganzen Land zog sie Aufmerksamkeit auf sich und gewann immer mehr Anhänger.
Parallel dazu wurden ausländische Staatsbürger zunehmend auf den Straßen bedrängt und angegriffen. Bei gewalttätigen Übergriffen sind dabei mehrere Menschen ums Leben gekommen. Aus Sorge um ihre Staatsbürger organisierten Nigeria, Ghana, Malawi und andere Staaten Repatriierungsflüge und Busse.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





