
Griechenland: Regierung setzt Kopfgeld auf giftigen Hasenkopf-Kugelfisch aus
Eingewandert ins Mittelmeer Griechenland setzt Kopfgeld auf giftigen Kugelfisch aus Der Hasenkopf-Kugelfisch wird in Griechenland zum Politikum: Immer wieder beißt er Fischer, zerstört ihre Netze und verdrängt heimische...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Eingewandert ins Mittelmeer Griechenland setzt Kopfgeld auf giftigen Kugelfisch aus Der Hasenkopf-Kugelfisch wird in Griechenland zum Politikum: Immer wieder beißt er Fischer, zerstört ihre Netze und verdrängt heimische Arten. Nun zahlt die Regierung eine Prämie für jedes gefangene Kilo. 41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Hasenkopf-Kugelfische auf Rhodos, Griechenland: 5,33 Euro Prämie pro Kilo Foto: Gerasimos Kondylatos / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Pilotprogramm für griechische Fischer: Künftig erhalten sie in bestimmten Regionen des Landes Prämien für den Fang des Hasenkopf-Kugelfisches (Lagocephalus sceleratus).
Vorerst wendet sich die Unterstützung an Berufsfischer rund um Kreta und in der südlichen Ägäis, wie der Nachrichtensender Skai berichtet. Pro Kilo der invasiven Fischart sollen dann 5,33 Euro gezahlt werden. Fischereiverbände begrüßen das Programm.
Der Hasenkopf macht Fischern das Leben schwer und bringt das Ökosystem durcheinander. Er wird gewöhnlich etwa 40 Zentimeter lang und 9 Kilogramm schwer, stammt eigentlich aus dem Indischen Ozean und dem Pazifik. Durch den Suezkanal wanderte er ins Mittelmeer ein, wo er erstmals 2003 nachgewiesen wurde.
Was Experten sagen
Obwohl es nach Angaben des Griechischen Zentrums für Meeresforschung (HCMR) nur wenige gezielte Studien zur Auswirkung des Hasenkopfs auf die Biodiversität gibt, deuten wissenschaftliche Modelle darauf hin, dass er negative Folgen hat. Die Art sei anpassungsfähig, und es gebe wenige natürliche Fressfeinde, heißt es beim HCMR. Bild vergrößern Hasenkopf-Kugelfisch: Unscheinbar, aber giftig Foto: Gerasimos Kondylatos / dpa 2022 wurde ein Badender gebissenIn griechischen Medien erlebte der Hasenkopf zuletzt enorme Aufmerksamkeit: zum einen, weil er giftig ist und nicht verzehrt werden darf, zum anderen, weil er sehr scharfe, schnabelartige Zähne hat und Fischer immer wieder von heftigen Bisswunden berichten, die sie etwa beim Säubern der Netze erlitten.
Beim HCMR gibt man für Badegäste aber Entwarnung. Es sei bislang nur ein einziger Vorfall aus dem Jahr 2022 bekannt, bei dem ein Badender gebissen wurde. Und nur ein Fall von fünf ausländischen Matrosen, die den Fisch geangelt und verzehrt hatten und sich dadurch vergifteten, aber nicht daran starben.
Fangprämien auch in der TürkeiDer Hasenkopf enthält das Nervengift Tetrodotoxin (TTX), das die Reizweiterleitung in den Nerven blockiert und durch Erhitzen beim Kochen nicht zerstört wird. Dennoch beruhigt das HCMR, die Risiken seien äußerst gering – wesentlich häufiger gebe es Verletzungen etwa durch das heimische Petermännchen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




