
Ägypten: Weshalb die Cheops-Pyramide auch Erdbeben übersteht
Ägyptische Baukunst Wie die Cheops-Pyramide auch Erdbeben übersteht Seit Jahrtausenden trotzt die Cheops-Pyramide bei Kairo selbst starken Erschütterungen. Ein Grund dafür sind die unterschiedlichen Frequenzen, in denen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ägyptische Baukunst Wie die Cheops-Pyramide auch Erdbeben übersteht Seit Jahrtausenden trotzt die Cheops-Pyramide bei Kairo selbst starken Erschütterungen. Ein Grund dafür sind die unterschiedlichen Frequenzen, in denen das Bauwerk und seine Umgebung schwingen. 36 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Cheops-Pyramide von Gizeh bei Kairo: Kaum zu erschüttern Foto: Mohamed Abd El Ghany / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Die Cheops-Pyramide am Rand von Kairo wurde vor etwa 4600 bis 4450 Jahren fertiggestellt – und hält bis heute.
Sie hat seitdem mehrere Erdbeben überstanden; darunter eines im Jahr 1847 mit einer geschätzten Magnitude von 6,8 und ein weiteres 1992 mit einer Magnitude von 5,8. Der Grund: Der Koloss schwingt offenbar in einem anderen Rhythmus als der Untergrund und ist so vor gefährlichen Resonanzen geschützt, wie ein Team im Fachmagazin »Scientific Reports« berichtet. Auch die Form und der innere Aufbau des Bauwerks dürften helfen.
»Dass die Pyramiden sehr erdbebenresistent sind, überrascht nicht«, sagte Sherif El-Tawil, Bauingenieur an der University of Michigan in Ann Arbor, der nicht an der Studie beteiligt war, gegenüber »Science News« – schließlich stünden sie seit so langer Zeit. Die neue Untersuchung liefere aber wichtige Einblicke darin, warum das so ist. Mehr zum Thema Attraktion in Gizeh: Neue Kammer in Pyramide von Cheops nachgewiesen Archäologie: »Die Texte der Ägypter sind sehr rätselhaft« Ein SPIEGEL-Gespräch von Johann Grolle und Jörg Römer Ägyptologie: Forscher entdecken an den Pyramiden bisher unbekannten Nebenarm des Nils Kaum merkliches WackelnEin internationales Team unter Leitung des ägyptischen Forschers Asem Salama des National Research Institute of Astronomy and Geophysics (NRIAG) in Kairo hat die Studie durchgeführt.
Was Experten sagen
Die Forschenden maßen Erschütterungen an 37 Punkten rund um die Pyramide, sowohl im Boden außerhalb als auch in den inneren Kammern und Bausteinen. Sie mussten dafür nicht auf das nächste große Beben hoffen: Schon die ständigen Mikrovibrationen durch Verkehr, Wind und ferne Meereswellen reichen aus, um die Pyramide ins kaum merkliche Wackeln zu bringen. Mit den Daten aus empfindlichen Sensoren lässt sich daraus ein seismisches Profil erstellen.
Bild vergrößern Feldmessungen im »Raubtunnel«: Stört die Harmonie Foto: Asem Salama / Springer Nature Das Team stellte fest, dass die meisten Erschütterungen in der Pyramide eine Frequenz zwischen 2,0 und 2,6 Hertz hatten; im Mittel etwa 2,3 Hertz. Die Kräfte im Inneren der Pyramide würden sich also gleichmäßig verteilen, heißt es in der Studie. Im Boden rund um die Pyramide lag die Frequenz dagegen nur bei etwa 0,6 Hertz.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




