
Hamburg: Ermittlungen wegen Gefangenenmeuterei in JVA Hahnöfersand
Angriff auf Vollzugsbeamte Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gefangenenmeuterei in JVA Hahnöfersand Drei junge Männer sollen im Jugendgefängnis Hahnöfersand Vollzugsbeamte brutal angegriffen haben. Das Motiv...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Angriff auf Vollzugsbeamte Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gefangenenmeuterei in JVA Hahnöfersand Drei junge Männer sollen im Jugendgefängnis Hahnöfersand Vollzugsbeamte brutal angegriffen haben. Das Motiv ist unklar – nun laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg. 05 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Jugendgefängnis Hahnöfersand auf der gleichnamigen Elbinsel Foto: Christian Charisius / dpa Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat nach dem Angriff auf Vollzugsbeamte des Jugendgefängnisses Hahnöfersand Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefangenenmeuterei aufgenommen. Das Verfahren werde gegen einen 19-Jährigen und zwei 21-Jährige geführt, sagte ein Sprecher der Justizbehörde.
Die Einzelheiten
Bei dem Vorfall am Pfingstsamstag waren vier Bedienstete verletzt worden. Zwei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Wegen Gefangenenmeuterei wird laut Strafgesetzbuch in Fällen ermittelt, in denen sich Gefängnisinsassen »zusammenrotten und mit vereinten Kräften einen Anstaltsbeamten (…) tätlich angreifen«.
Nach den bisherigen Erkenntnissen aus dem Justizvollzug hätten die jungen Männer zunächst einen Bediensteten in einem Materialraum angegriffen, »ihm den Mehrzweckeinsatzgürtel einschließlich Anstaltsschlüssel, Handsprechfunkgerät, Handfesseln sowie Dienstmesser abgenommen und ihn dann gefesselt«, sagte der Sprecher. Mit abgebrochenen Tischbeinen bewaffnetMit dem Schlüssel habe sich dann einer der Gefangenen Zugang zu einer anderen Station verschafft und dort einen weiteren Bediensteten mit dem Dienstmesser attackiert. Der Beamte, der unverletzt geblieben sei, habe Alarm auslösen können.
»Weitere Bedienstete kamen den bisherigen Erkenntnissen zufolge zur Unterstützung hinzu und konnten diese Konfliktsituation entschärfen«, so der Sprecher. Das Dienstmesser – das von den Vollzugsbeamten getragen werde, um im Falle eines Suizidversuchs eines Insassen Strangulationsmittel schnell durchtrennen zu können – sei gesichert und der Gefangene unter Verschluss genommen worden. Zwischenzeitlich hätten sich die beiden anderen Gefangenen mit abgebrochenen Tischbeinen bewaffnet und einen weiteren Bediensteten verletzt.
Was Experten sagen
Hinzukommende Kollegen hätten »auch dieses dynamische Geschehen deeskaliert«, sagte der Sprecher. Die Gefangenen hätten sich schließlich mit den Händen auf den Rücken fesseln lassen. Suche nach MotivBeim Eintreffen der Polizei sei die Lage unter Kontrolle gewesen.
Der Behörde zufolge konnten alle entwendeten Gegenstände gesichert werden. Das Motiv, warum die Häftlinge auf die Bediensteten losgingen, sei noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Sprecher. Schon kurz nach der Tat war ein Ausbruchsversuch als wenig wahrscheinlich bezeichnet worden.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





