
Handelspolitik: Trumps große Zollrückabwicklung
Handelspolitik : Trumps große Zollrückabwicklung Von Roland Lindner 17.07.2026, 20:06Lesezeit: 5 Min. „Liberation Day“: Donald Trump bei der Ankündigung von Zöllen am 2. April 2025.AFPSchneller als erwartet hat die...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Handelspolitik : Trumps große Zollrückabwicklung Von Roland Lindner 17. 2026, 20:06Lesezeit: 5 Min. „Liberation Day“: Donald Trump bei der Ankündigung von Zöllen am 2.
AFPSchneller als erwartet hat die US-Regierung einen erheblichen Teil der für ungültig erklärten Zölle erstattet. Es gibt allerdings Zweifel, ob alle Unternehmen ihr Geld zurückbekommen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Scott Bessent gab sich überschwänglich: Als das von ihm geführte amerikanische Finanzministerium vor einem Jahr seinen monatlichen Haushaltsbericht für den Juni 2025 vorlegte, nahm er das zum Anlass, Donald Trumps Wirtschaftspolitik zu bejubeln: „Unsere Nation erntet die Früchte der America-First-Agenda des Präsidenten“, schrieb er auf der Plattform X.
Die Einzelheiten
Er hob dabei die „Rekordeinnahmen aus Zöllen“ hervor, die mehr als 27 Milliarden Dollar betrugen. Trump gebe dem Land seine „wirtschaftliche Souveränität“ zurück. Ein Jahr später stellt sich die Zollsituation aus Sicht des Ministeriums ganz anders dar.
In seinem vor wenigen Tagen veröffentlichten Monatsbericht für den Juni wies es zwar abermals stattliche Zolleinnahmen von 23,6 Milliarden Dollar aus, dem standen allerdings 49,2 Milliarden Dollar an Rückerstattungen von Zöllen gegenüber, also mehr als doppelt so viel. Diese Erstattungen haben mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs im Februar zu tun, das einen großen Teil der von Trump verhängten Zölle für ungültig erklärte. Ende April begann die US-Regierung damit, Anträge von Unternehmen auf Zurückzahlung der Zölle zu bearbeiten, und mittlerweile sind die Auszahlungen in vollem Gange.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Dies geschieht schneller als von vielen Beobachtern erwartet. Schon im Mai wurden knapp 22 Milliarden Dollar erstattet, inklusive der Zahlungen im Juni sind es nun insgesamt 71,1 Milliarden Dollar.
Was Experten sagen
Das ist ein erheblicher Teil der Zolleinnahmen von 166 Milliarden Dollar, die insgesamt von dem Gerichtsurteil berührt sind. Der Gesamtbetrag, den die Regierung nun schuldet, dürfte noch etwas höher sein, weil die Zölle mit Zinsen erstattet werden müssen. Allerdings gibt es Zweifel, ob am Ende tatsächlich die ganze Summe ausgezahlt wird.
Trump würde die Zolleinnahmen gerne behaltenDie Entscheidung des Obersten Gerichtshofs betraf Zölle, die Trump nach einem Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 verhängt hat, dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA). Darunter fielen zum Beispiel die Zölle, die er an einem Tag im April 2025, den er „Liberation Day“ nannte, auf Einfuhren aus fast allen Ländern der Welt ankündigte. Einige andere Zölle wie branchenspezifische Abgaben auf Autos, Stahl oder Aluminium waren von der Entscheidung nicht berührt.
Schon vor dem Urteil des Gerichtshofs hatten Hunderte von Unternehmen die Trump-Regierung wegen der Zölle verklagt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




