
Haushaltsentwurf: Klingbeil plant mit 839 Milliarden Euro neuen Schulden bis 2030
Haushaltsentwurf : Klingbeil plant mit 839 Milliarden Euro neuen Schulden bis 2030 Von Manfred Schäfers 03.07.2026, 20:21Lesezeit: 3 Min. Finanzminister Lars KlingbeilReutersDer Bundesfinanzminister rechnet nicht nur im...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Haushaltsentwurf : Klingbeil plant mit 839 Milliarden Euro neuen Schulden bis 2030 Von Manfred Schäfers 03. 2026, 20:21Lesezeit: 3 Min. Finanzminister Lars KlingbeilReutersDer Bundesfinanzminister rechnet nicht nur im kommenden Jahr mit einer Nettokreditaufnahme von mehr als 200 Milliarden Euro.
Der Preis des wachsenden Schuldenberges: Immer höheres Zinsausgaben. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) dehnt die Neuverschuldung immer weiter aus. Er rechnet jetzt für das kommende Jahr mit einer Nettokreditaufnahme von insgesamt 203,7 Milliarden Euro.
Die Einzelheiten
Davon entfallen 118,7 Milliarden Euro auf den Kernhaushalt. Knapp 55 Milliarden Euro nimmt der SPD-Politiker über das Sondervermögen für Investitionen in die Infrastruktur und Klimaneutralität auf. Außerdem nutzt er zum letzten Mal den Nebenhaushalt für die Bundeswehr (30 Milliarden Euro).
Die Zahlen finden sich in der Kabinettsvorlage des Finanzministers. Kommenden Montag will die Bundesregierung den Entwurf für den Haushalt des nächsten Jahres sowie die Finanzplanung bis Ende des Jahrzehnts beschließen. Die Neuverschuldung jenseits der 200-Milliarden-Euro-Schwelle ist kein Ausreißer, sondern wird bei Klingbeil zum Normalfall.
Bis zum Jahr 2030 wird sie durchgängig auf diesem Niveau verharren – mit einem Ausreißer nach oben Endes des Jahrzehnts, dann kalkuliert der SPD-Politiker sogar mit fast 220 Milliarden Euro neuen Schulden. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Ungeachtet der in dieser Höhe über so einen langen Zeitraum noch nie gesehenen Neuverschuldung sind noch ungeklärte Lücken zwischen Einnahmen und Ausgaben in der Finanzplanung.
Was Experten sagen
Klingbeil nennt das „Handlungsbedarf“. In der Kabinettsvorlage rühmt er sich, dass es gelungen sei, diesen für das Jahr 2027 vollständig aufzulösen. Auch werde er bis 2030 gegenüber der bisherigen Finanzplanung erheblich reduziert.
„Für das Haushaltsjahr 2028 sinkt der Handlungsbedarf von rund 64 Milliarden Euro auf 22 Milliarden Euro, 2029 von rund 74 Milliarden Euro auf 38 Milliarden Euro, heißt es. „Im Haushaltsjahr 2030 beläuft sich der Handlungsbedarf auf 47 Milliarden Euro. “Der Verkehrsetat sinktUrsprünglich wollte der Finanzminister die Rücklage von gut zehn Milliarden Euro 2027 so weit wie möglich schonen, um später – wenn die Probleme im Haushalt noch größer sind, mehr Spielraum zu haben.
Das hat er nicht geschafft. Dennoch zeigt er sich zufrieden: „Mit rund vier Milliarden Euro ist es der Bundesregierung gelungen, einen signifikanten Teil der noch zur Verfügung stehenden Rücklage für das Haushaltsjahr 2028 zu schonen“, schreibt er den Kabinettskollegen. Im Kernhaushalt plant Klingbeil nunmehr mit Ausgaben von 555,4 Milliarden Euro — das sind gut 30 Milliarden Euro mehr als in diesem Jahr vorgesehen sind.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





