
Hautkrebs: Wie erkenne ich die verschiedenen Typen – und wie schütze ich mich im Urlaub?
Außerdem in dieser Ausgabe Reproduktionsmedizin: »Die Chefärzte haben gesagt: ›Gynäkologie ist kein Fach für Frauen, viel zu schwer‹« Ein Interview von Simon Maurer SPIEGEL: Sie hatten selbst schon mehrmals Hautkrebs....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Außerdem in dieser Ausgabe Reproduktionsmedizin: »Die Chefärzte haben gesagt: ›Gynäkologie ist kein Fach für Frauen, viel zu schwer‹« Ein Interview von Simon Maurer SPIEGEL: Sie hatten selbst schon mehrmals Hautkrebs. Wie haben Sie das erkannt? Breitbart: Na ja, ich bin seit 45 Jahren Dermatologe.
Da sollte mir diese Krankheit schon auffallen. Inzwischen habe ich 23-mal Hautkrebs gehabt, meist Plattenepithelkarzinome, das ist eine Form des weißen Hautkrebses. Zum Glück ist auch meine Frau Dermatologin – sie schneidet mir die Dinger mit größter Freude heraus.
Die Einzelheiten
Plattenepithelkarzinome entstehen überall da, wo eine chronische UV-Belastung stattgefunden hat – im Gesicht, auf der Glatze und auf den Unterarmen zum Beispiel. Schon die gutartige Vorstufe dieses Krebses, die sogenannte aktinische Keratose, kann man gut erkennen, wenn man zum Beispiel morgens in den Spiegel guckt. Breitbart: Bei der aktinischen Keratose entsteht zunächst ein leicht rötlicher Fleck, der mit vielen Gefäßen durchzogen ist.
Dann entwickelt sich in der Mitte eine sogenannte Hyperkeratose, eine verstärkte Verhornung. Wenn Sie mit dem Finger darüberstreichen, fühlt sich das an wie ganz feines Sandpapier. Diese Körnung wird dann im Laufe der Zeit gröber.
Viele kratzen die Verhornung auch immer ein bisschen mit dem Fingernagel ab. Aktinische Keratosen lassen sich mithilfe der sogenannten photodynamischen Therapie – bei der eine spezielle Creme aufgetragen und anschließend mit Licht bestrahlt wird – gut behandeln. Auch wenn Sie nichts tun, geht es oft eine ganze Weile lang gut.
Was Experten sagen
Aber irgendwann tut es plötzlich weh, wenn Sie kratzen – so ein ganz kleiner, feiner, heller Schmerz. Wenn Sie den haben, spätestens dann müssen Sie sofort zum Arzt gehen, denn dann fängt das Ding an, bösartig zu werden. SPIEGEL: Was passiert, wenn man nichts unternimmt?
Breitbart: Dann kriegen Sie die Hornmasse irgendwann nicht mehr abgekratzt, und es entwickelt sich ein sogenanntes Hauthorn. Wenn Sie dann immer noch zögern, zum Arzt zu gehen, entsteht an der Basis des Horns plötzlich neues Gewebe, rötlich, das aufbricht, einen Knoten bildet und das Horn nach oben drückt. Das kann rasant gehen – und dann haben Sie ein invasives Plattenepithelkarzinom, das ab einer bestimmten Tumordicke auch metastasieren kann.
SPIEGEL: Warum hatten Sie schon so oft Hautkrebs? Breitbart: Ich bin ein Nachkriegskind. Meine Eltern waren aus dem Osten geflohen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





