
Heilbronn: Drahtseile über illegalen Fahrradweg gespannt – Jäger wegen versuchten Mordes vor Gericht
Prozess in Heilbronn Drahtseile über illegalen Fahrradweg gespannt – Jäger wegen versuchten Mordes vor Gericht Mountainbiker nutzten verbotenerweise einen kleinen Pfad in einem Wald bei Heilbronn. Ein Jagdpächter soll...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Prozess in Heilbronn Drahtseile über illegalen Fahrradweg gespannt – Jäger wegen versuchten Mordes vor Gericht Mountainbiker nutzten verbotenerweise einen kleinen Pfad in einem Wald bei Heilbronn. Ein Jagdpächter soll daraufhin Drahtseile gespannt haben, um die Radfahrer zu stoppen. Vor Gericht hat er sich nun verteidigt.
44 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Angeklagter Jagdpächter (M.
Die Einzelheiten
) vor Gericht Foto: Christoph Schmidt / dpa Ein Mann soll mehrfach Drahtseile über eine illegale Mountainbike-Strecke bei Heilbronn gespannt haben. Mutmaßlich wollte er damit Fahrradfahrer stoppen. Nun hat am Landgericht Heilbronn der Prozess gegen den 61 Jahre alten Jagdpächter begonnen.
Die Anklage: versuchter Mord. Ihm sei es lediglich um eine Abschreckung und um ein Signal gegangen, sagte der Angeklagte vor Gericht. Der Mann soll zwischen Juni und August 2024 mehrfach Drahtseile über dem sogenannten Dachstrail aufgehängt habe, eine bei Mountainbikern beliebte, aber auch illegale Strecke zwischen den Orten Eberstadt und Grantschen.
Solche Seile können zu gefährlichen Stürzen führen. Mordmerkmal der Heimtücke? »Ich habe die zunehmende Nutzung des Trails als massives Problem für die Wildtiere und andere Waldbesucher erlebt«, so der Gartenbauer in einer Erklärung, die seine Verteidigerin verlas.
Was Experten sagen
Über Jahre habe er sich bemüht, die Nutzung auf legale Weise zu unterbinden. »Leider kam von den Bikern auf all meine Bemühungen hin keine Reaktion«, heißt es in dem Statement. Im Gegenteil: Der Trail sei immer intensiver genutzt worden.
Dennoch sei es »eine absolut falsche Entscheidung gewesen«, die Drähte zu spannen. Die ersten Drähte waren beim Durchfahren gerissen – ohne dass jemand verletzt wurde. Daraufhin spannte der Mann ein stabileres Seil, das laut Staatsanwaltschaft auf 1,20 Meter Höhe kaum zu sehen gewesen sei.
Ein Mountainbiker bemerkte die Falle rechtzeitig und konnte gerade noch bremsen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist durch den weiteren Versuch das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt. Seit September 2024 ist der Haftbefehl gegen den Jagdpächter außer Vollzug gesetzt, er ist auf freiem Fuß.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



