
Hilfskürzungen in Kongo: Das Ebola-Virus profitiert
Hilfskürzungen in Kongo : Das Ebola-Virus profitiert Von Carlota Brandis 27.06.2026, 17:52Lesezeit: 4 Min. Gesundheitspersonal versorgt einen Ebola-Patienten im Behandlungszentrum Rwampara.dpaEnorme Kürzungen bei...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Hilfskürzungen in Kongo : Das Ebola-Virus profitiert Von Carlota Brandis 27. 2026, 17:52Lesezeit: 4 Min. Gesundheitspersonal versorgt einen Ebola-Patienten im Behandlungszentrum Rwampara.
dpaEnorme Kürzungen bei Hilfsprogrammen tragen laut Fachleuten zur raschen Ausbreitung des Ebola-Virus bei. „Vor die Welle“ zu kommen, ist derzeit nicht möglich. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Mehr als einen Monat hat es Fachleuten zufolge von dem jüngsten Ausbruch des Ebolavirus bis zur Identifizierung gebraucht.
Die Einzelheiten
Mitte Mai wurde die seltene Variante des Typs Bundibugyo in der Demokratischen Republik Kongo bestätigt. Wenige Tage später rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Gesundheitsnotstand aus. Seitdem haben sich mehr als 1100 Menschen angesteckt, mehr als 300 haben nicht überlebt.
Die Umstände des Ebola-Ausbruchs sind dabei besonders fatal: In der Ituri-Provinz im Osten Kongos kämpfen M23-Rebellen gegen die kongolesische Armee, es gibt eine Million Binnenflüchtlinge, die in Camps mit schlechten Hygienestandards auf engem Raum leben – und das Virus trifft auf ein stark geschwächtes globales Gesundheitssystem. 2025 und auch schon in den Jahren zuvor sparten einige Regierungen bei der internationalen Gesundheitszusammenarbeit im Zuge der Budgetkürzungen für die Entwicklungszusammenarbeit. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen US-Präsident Donald Trump zerschlug nach seinem Amtsantritt die Entwicklungsbehörde USAID, die insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent Gesundheitssysteme und Präventionsprogramme am Laufen gehalten hatte. Einige Programme wurden daraufhin gestoppt, auch wenn andere über das US-Außenministerium weiterlaufen. Seit dem jüngsten Ebola-Ausbruch in Kongo werden diese Kürzungen von Beobachtern für das Ausmaß der Gesundheitskrise verantwortlich gemacht – die Infektionen hätten früher identifiziert und internationale Helfer schneller mobilisiert werden können, so die Lesart.
Was Experten sagen
Eine geschwächte lokale GesundheitsstrukturDas „International Rescue Committee“ (IRC) teilte schon Ende Mai mit: „Geschwächte Systeme zur Krankheitsüberwachung infolge massiver Hilfskürzungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo tragen zur raschen Ausbreitung des jüngsten Ebola-Ausbruchs bei. “ Die US-Regierung habe vor 2025 wichtige Gesundheits- und Vorsorgeprogramme etwa zur Krankheitsüberwachung im Osten Kongos finanziert, ein Großteil sei im März 2025 jedoch eingestellt worden. „Infolgedessen musste IRC die Programmarbeit in der Provinz Ituri, wo der aktuelle Ausbruch seinen Ursprung hat, von fünf auf lediglich zwei Gesundheitsgebiete reduzieren.
“Christoph Benn, Direktor am Joep Lange Institute for Global Health Diplomacy und Mitgründer des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria, sagt, der Ausbruch des Ebolavirus wäre auch in einem starken Gesundheitssystem unvermeidbar gewesen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




